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Coworker von accomplish-ai: Desktop-Agent mit nur noch einem Satz README

Coworker ist der Open-Source-Al-Coworker, der auf Ihrem Desktop lebt.

10.899 Sterne1.285 ForksTypeScriptMIT
GitHub

Auf einen Blick

Was ist das?
accomplish-ai/coworker trat als lokal laufender KI-Kollege für Datei-, Dokument- und Browser-Aufgaben mit eigenem API-Schlüssel an. Die README auf dem Branch main besteht heute aus einem einzigen Satz: Das Projekt wird nicht mehr unterstützt.
Für wen ist es gedacht?
Für wen lohnt Coworker sich? Wer einen betreuten Desktop-Agenten sucht, findet hier keinen, denn die README auf main erklärt das Projekt für nicht mehr unterstützt.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Nicht ohne Erlaubnis. GitHub findet in diesem Repository keine Lizenzdatei, und ohne Lizenz sind standardmäßig alle Rechte vorbehalten: Sie dürfen den Code lesen, aber nicht wiederverwenden. Prüfen Sie die README oder fragen Sie die Autoren, bevor Sie ihn nutzen.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Die letzten Commits kamen vor 34 Tagen.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich TypeScript, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

Wofür accomplish-ai/coworker gebaut war

Coworker adressierte ein sehr konkretes Problem: wiederholbare Arbeit am eigenen Rechner, die zu klein für ein Skript und zu lästig für ein Team-Werkzeug ist. Dateien sortieren, Dokumente umschreiben, Formulare im Browser ausfüllen. Die Repositoriumsbeschreibung formuliert es als KI-Kollegen, der auf dem Desktop lebt.

Der Ansatz unterscheidet sich von einem Chat-Fenster im Browser dadurch, dass der Agent handeln soll, statt nur zu antworten. Laut der README, die bei der Materialsammlung vorlag, blieben die Dateien auf dem Gerät, und die Nutzerin oder der Nutzer wählte aus, welche Ordner freigegeben werden.

Jede Aktion sollte freigegeben werden, Protokolle blieben einsehbar, der Agent ließ sich jederzeit stoppen. Wie die Ordnerfreigabe technisch durchgesetzt wird, steht in dem Material nicht.

Electron-Oberfläche und der opencode-serve-Daemon im Hintergrund

Die technische Struktur ist in der README erstaunlich offen beschrieben. Coworker ist eine Electron-Anwendung. Die Oberfläche besteht aus React und wird mit Vite gebündelt. Das ist der sichtbare Teil.

Die eigentliche Aufgabenausführung liegt nicht im Renderer, sondern in einem langlebigen Daemon-Prozess im Hintergrund. Dieser Daemon startet Kindprozesse mit `opencode serve` und spricht sie über das OpenCode-SDK an. Unter der eigenen Marke steckt damit eine fremde Ausführungs-Engine, deren Verhalten Coworker nur einrahmt.

Wer die Grenzen von Coworker verstehen will, muss deshalb die Grenzen von OpenCode lesen. Für die Speicherung der API-Schlüssel nutzt das Projekt den Schlüsselbund des Betriebssystems. Ein eigener Schlüsselserver ist nicht vorgesehen.

Eigener API-Schlüssel statt Abo: die Anbieterliste der Coworker-README

Bei der Modellwahl verlangt Coworker kein Abonnement. Die README nennt zwei Wege: einen eigenen API-Schlüssel hinterlegen oder sich bei ChatGPT mit einem Plus- oder Pro-Konto anmelden.

Als Anbieter listet die Dokumentation OpenAI, Anthropic, Google und xAI, dazu DeepSeek, Moonshot AI, Z.AI, MiniMax und Venice.ai. Für den Betrieb hinter eigener Infrastruktur nennt sie Amazon Bedrock, Azure Foundry, OpenRouter, LiteLLM, Ollama und LM Studio.

Welche Modellgenerationen der einzelnen Anbieter unterstützt werden, bleibt offen. Genau dort liegt die Kostenrechnung: Der Agent selbst kostet nichts, die Token schon. Wer Ollama oder LM Studio lokal betreibt, trägt statt der Tokenrechnung die Hardwarelast.

Vier Fähigkeitsblöcke: Dateien, Dokumente, Skills, Tool-Verbindungen

Die README fasst den Funktionsumfang in vier Blöcke. Dateiverwaltung bedeutet Sortieren, Umbenennen und Verschieben anhand von Inhalt oder selbst definierten Regeln. Dokumenterstellung umfasst Schreiben, Zusammenfassen und Umschreiben.

Der dritte Block sind benutzerdefinierte Fähigkeiten, also gespeicherte Arbeitsabläufe, die sich wiederholt aufrufen lassen. Der vierte Block sind Verbindungen zu Notion, Google Drive und Dropbox über lokale APIs. Dazu kommen Browser-Workflows wie Recherche und Formulareingabe.

Auffällig ist, was fehlt. Die README liefert keine Beispiele für erzielte Ergebnisse und keine Fehlerfälle. Ob eine selbst definierte Regel auch bei fünfhundert Dateien zuverlässig greift, beantwortet das Material nicht.

Coworker 0.5.17: Plattformen, DMG-Installation und Ordnerfreigabe

Als Desktop-Ziele nennt das Projekt macOS auf Apple Silicon und Intel, Windows 11 sowie Ubuntu auf ARM64 und x64. Für die Installation beschreibt die README einen Weg ohne Paketmanager: Die DMG-Datei wird heruntergeladen und in den Programme-Ordner gezogen.

Danach folgt die Verbindung mit einem Modell, entweder über den eigenen API-Schlüssel oder über die Anmeldung bei ChatGPT. Erst danach werden die Ordner ausgewählt, die der Agent sehen darf. Diese Reihenfolge ist folgerichtig, weil der Agent ohne Modell keine Aufgabe annehmen kann.

Version 0.5.17 wird in den Download-Links der README geführt. Ein Release-Eintrag mit Anmerkungen liegt nicht vor, obwohl die Versionsnummer eine gepflegte Auslieferung nahelegt. Eine Prüfsumme für die Installationsdatei wird nicht genannt.

Node.js 20+ und pnpm 9+: der Entwicklerpfad bei Coworker

Für die Arbeit am Quellcode fordert die README Node.js 20 oder neuer sowie pnpm 9 oder neuer. Mit `pnpm install` werden die Abhängigkeiten geholt, `pnpm dev` startet die Electron-Anwendung im Entwicklungsmodus.

Zusätzlich nennt die README Befehle für den Build, für Installer-Pakete unter Windows und Linux, für Linting, für die Typprüfung und für End-to-End-Tests mit Playwright. Die genaue Schreibweise dieser Testbefehle ist im Material nicht überliefert, nur ihre Existenz.

Wer den Daemon debuggen will, wird bei `opencode serve` ansetzen müssen, weil dort die Aufgabenausführung passiert. Ein Kommandozeilen-Client ohne Electron-Oberfläche ist nicht dokumentiert.

Stand der Coworker-README: ein Satz, keine Releases, keine Homepage

Der wichtigste Befund steht am Anfang der aktuellen README auf dem Branch main. Sie besteht aus einem einzigen Satz: Dieses Projekt wird nicht mehr unterstützt. Festgehalten wurde dieser Stand am 29. August 2026.

Weder eine Homepage noch Release-Einträge sind hinterlegt. Das Repository ist allerdings nicht als archiviert markiert, was den Widerspruch zur README erklärt: Der Schalter wurde nicht umgelegt, die Pflege endete trotzdem.

Für jemanden, der jetzt einen Desktop-Agenten sucht, heißt das konkret: keine Fehlerkorrekturen, keine Sicherheitsupdates, keine Antwort auf Issues. Alle oben beschriebenen Fähigkeiten stammen aus einer früheren Fassung der README und beschreiben nicht den Zustand, den eine Installation heute ergibt.

MIT-Lizenz bei Coworker und der Weg zum OpenCode-Unterbau

Die MIT-Lizenz erlaubt Nutzung, Kopie, Veränderung, Zusammenführung, Veröffentlichung, Verbreitung, Unterlizenzierung und Verkauf von Kopien. Jede Gewährleistung ist ausgeschlossen.

Für Coworker heißt das praktisch: Der Quellcode bleibt nutzbar, auch wenn die Betreuer weg sind. Ein Fork ist rechtlich unproblematisch, trägt aber die gesamte Wartung allein, inklusive der Electron-Upgrades und der Anpassungen an Modell-APIs, die sich schnell ändern.

Als Alternative liegt ein direkter Einstieg in OpenCode nahe, also in genau die Engine, die Coworker über `opencode serve` bereits nutzte. Der Unterschied liegt im Rahmen: Statt einer Desktop-Oberfläche mit Ordnerfreigabe und Schlüsselbund bekommt man das Werkzeug, auf dem diese Oberfläche aufsetzte, und stellt sich die Integration selbst zusammen.

Redaktionelles Fazit

Für wen lohnt Coworker sich? Wer einen betreuten Desktop-Agenten sucht, findet hier keinen, denn die README auf main erklärt das Projekt für nicht mehr unterstützt. Wer den Quellcode als Studienobjekt für eine Electron-Anwendung mit OpenCode-Daemon lesen will, bekommt unter MIT eine brauchbare Vorlage. Der erste Prüfschritt ist keine Installation, sondern ein Blick in die offenen Issues von accomplish-ai/coworker und in den Stand von OpenCode, von dem die Aufgabenausführung abhing.

Offizielle Quellen

  1. Official README
  2. Project repository
Community-Notizen

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