CLI-Tool
AgriciDaniel/claude-seo avatar
AgriciDaniel/claude-seo

claude-seo: 25 Sub-Skills und 18 Agenten für Audits in Claude Code

Universelle SEO-Fähigkeit für Claude Code. 25 Unterfähigkeiten + 18 Unteragenten, die technisches SEO, E-E-A-T, Schema, GEO/AEO, Backlinks, lokales SEO, Kartenintelligenz, semantisches Clustering, E-Commerce-SEO, internationales SEO, Google APIs und PDF/Excel-Berichte abdecken. Optionale DataForSEO-, Firecrawl- und Banana-Erweiterungen.

16.971 Sterne2.480 ForksPythonMIT

Auf einen Blick

Was ist das?
claude-seo ist ein MIT-lizenziertes SEO-Plugin für Claude Code mit 25 Sub-Skills, 18 Unteragenten und 32 Befehlen, das Audits parallel ausführt und jede Empfehlung mit einem Scheitern-Check versieht. Die Einordnung folgt README und Releases bis v2.2.5.
Für wen ist es gedacht?
claude-seo passt zu Agenturen und Inhouse-Teams, die ganze Auftritte regelmäßig prüfen und technische Prüfung, Schema und KI-Zitierbarkeit in einem Durchlauf haben wollen, statt mehrere Werkzeuge nebeneinander zu bedienen. Weniger passt es für Seiten, deren Inhalte erst beim Scrollen oder nach Bedienung entstehen, weil das Rendering dort laut README verrauschte Ergebnisse liefert, und für alle, die belegte Wirkung erwarten statt plausibler Berichte.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja. MIT ist eine freizügige Lizenz: Sie dürfen darauf aufbauende Software nutzen, verändern und verkaufen, solange Sie die Urheberrechts- und Lizenzhinweise beibehalten.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Die letzten Commits kamen vor 4 Tagen.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich Python, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

25 Sub-Skills und 18 Agenten: der Umfang von claude-seo

claude-seo ist ein Open-Source-Plugin für Suchmaschinenoptimierung in Claude Code. Die Repository-Beschreibung nennt 25 Sub-Skills und 18 Unteragenten, die technisches SEO, Inhaltsqualität nach E-E-A-T, Schema.org, GEO und AEO, Backlinks, lokales SEO, Kartenauswertung, semantische Gruppenbildung, E-Commerce-SEO, internationales SEO, Google-Schnittstellen sowie Berichte als PDF und Excel abdecken.

Das README formuliert den Anspruch in drei Punkten. Erstens sei das Plugin auf KI-Suche ausgerichtet und folge dem AI Optimization Guide von Google, mit Zitierbarkeitsbewertung auf Fragebasis, Belegen zu llms.txt, dem IPTC-Feld TrainedAlgorithmicMedia für KI-erzeugte Produktbilder sowie Prüfungen nach web.dev. Zweitens arbeite es parallel: Ein vollständiges Audit starte bis zu 15 Fachagenten gleichzeitig und sei in Minuten statt in Stunden fertig. Drittens solle es falsifizierbar statt werblich sein.

Parallel heißt hier nicht schneller um jeden Preis. Fünfzehn gleichzeitige Agenten bedeuten fünfzehn Zustände, die ein Ergebnis liefern müssen. Wie das Plugin mit einem hängenden Teilagenten umgeht, steht im Material nicht.

Lizenz ist MIT, die Sprache Python. Als letzte Veröffentlichung ist v2.2.5 mit dem Titel Reliability and Google Currency vom 25. August 2026 erfasst.

Installation über /plugin marketplace add und /seo setup

Der empfohlene Weg setzt auf den Plugin-Marktplatz von Claude Code ab Version 1.0.33 und besteht aus drei Befehlen: /plugin marketplace add AgriciDaniel/claude-seo, danach /plugin install claude-seo@agricidaniel-claude-seo und schließlich /seo setup.

Der auf den ersten Blick überflüssige dritte Schritt tut die eigentliche Arbeit. Er legt eine isolierte Python-Umgebung in den dauerhaften Plugin-Daten von Claude an und installiert Playwright Chromium. Nachprüfen lässt sich der Zustand jederzeit mit /seo doctor, das die Bereitschaft kontrolliert, ohne das System zu verändern. Es entstehen keine globalen Python-Pakete und keine Umleitungen im Pfad.

Wer von Hand installiert, klont mit git clone --depth 1 und ruft unter Unix bash claude-seo/install.sh auf. Unter Windows folgt powershell -ExecutionPolicy Bypass -File claude-seo\install.ps1. Das README begründet die Abkehr von der sonst üblichen Einzeiler-Installation: Die Sicherheitsregeln von Claude Code bewerten irm mit senkrechter Pipe und iex als Risiko in der Lieferkette, weil ferngeladener Code ohne Prüfung ausgeführt wird. Beim Klonen lässt sich das Skript vorher lesen.

/seo audit, /seo page, /seo schema und /seo geo

Der Befehlssatz umfasst 32 von Hand aufrufbare /seo-Befehle, verteilt über den Orchestrator, die Sub-Skills und acht MCP-Erweiterungen. Die vollständige Referenz liegt in docs/COMMANDS.md, die Übersichtsseite gibt nur Auszüge.

Im Schnellstart zeigt das README fünf Aufrufe. /seo audit mit einer Adresse führt das vollständige Audit mit paralleler Delegation aus. /seo page untersucht eine einzelne Seite, mit den Elementen darauf, der Qualität des Inhalts und dem Schema. /seo schema erkennt, prüft und erzeugt Markup. /seo geo bewertet, ob Abschnitte in der KI-Suche zitiert werden können. /seo sitemap generate legt eine Sitemap nach Branchenvorlagen an.

Die Ausgabe sind Markdown-Berichte. Das README zeigt die ersten fünfzig Zeilen eines Schema-Audits, mit einer Zusammenfassungstabelle aus der Zahl der JSON-LD-Blöcke, einer Gesamtnote und Hinweisen zur Prüfung je Eigenschaft. Für vollständige Audits kann zusätzlich eine PDF entstehen, erzeugt mit WeasyPrint und matplotlib, im Beispiel rund 32 A4-Seiten.

Vier Felder je Empfehlung: die Falsifizierbarkeits-Methode

Der Methodikabschnitt beschreibt zehn Prinzipien, gegliedert in vier Phasen mit den Namen PERCEIVE, ANALYZE, VALIDATE und ACT. Das README gibt die Prinzipien nur in dieser Gliederung wieder und verweist für die vollständige Fassung auf eine Referenzdatei.

Interessanter als die Prinzipien ist das Ausgabeformat, das daraus folgt. Jede Empfehlung trägt vier Felder: die Beobachtung aus ersten Prinzipien, auf der sie beruht, ihre Abhängigkeit von anderen Empfehlungen, eine Prüfung der Frage, woran ein Scheitern zu erkennen wäre, sowie einen Frühindikator, den man beobachten kann.

Das ist ein brauchbarer Kunstgriff, weil er den üblichen Audit-Reflex unterbindet, alles gleichzeitig anzugehen. Steht bei jeder Empfehlung, woran ihr Scheitern zu erkennen wäre, lassen sich Maßnahmen einzeln prüfen und einzeln verwerfen. Ob die erzeugten Prüfungen in der Praxis tragen, ist damit nicht gesagt. Abgeschlossene Beispiele enthält das Material nicht.

Dreischichtige Architektur mit Playwright und SPA-Erkennung

Die Architektur folgt dem Agent-Skills-Standard und ist dreischichtig gegliedert: Direktive, Orchestrierung und Ausführung. Fähigkeiten und Agenten werden aus skills/seo-*/ und agents/seo-*.md automatisch erkannt. Das erleichtert Erweiterungen, bedeutet aber auch, dass der Quellbaum die einzige verbindliche Liste ist, denn das README führt die 25 Sub-Skills und 18 Agenten nicht einzeln auf.

Der Orchestrator liegt in skills/seo/SKILL.md. Er übernimmt die Branchenerkennung für SaaS, lokale Angebote, E-Commerce, Publisher und Agenturen, den parallelen Versand von bis zu 15 Unteragenten sowie die Zusammenführung über das Rahmenwerk der zehn Prinzipien.

Mit Version 2 kam ein gemeinsamer Headless-Renderer hinzu, aufbauend auf Playwright Chromium, trafilatura und htmldate, ergänzt um eine automatische Erkennung von Single-Page-Anwendungen. Damit werden auch Seiten erfasst, die ihren Inhalt erst im Browser zusammensetzen.

Vier Google-API-Stufen unter ~/.config/claude-seo

Ohne Schlüssel funktioniert das Plugin, liefert aber weniger. Vier Stufen sind dokumentiert. Stufe 0 nutzt einen API-Schlüssel für PageSpeed Insights, CrUX und CrUX-Verlauf. Stufe 1 ergänzt Search Console und Indexing API, über OAuth oder ein Dienstkonto. Stufe 2 fügt organische Daten aus GA4 hinzu. Stufe 3 bringt den Ads Keyword Planner dazu.

Die Zugangsdaten liegen unter ~/.config/claude-seo/ mit den Rechten 0o600. Ohne sie sind Core Web Vitals laut README nur Laborschätzungen, und die Indexierung wird aus Signalen auf Seitenebene abgeleitet. Wer einen Audit-Bericht an eine Geschäftsführung weitergibt, sollte wissen, aus welcher dieser beiden Welten die Zahlen darin stammen.

Für den Einsatz ohne Zusatzkosten gilt: In der Voreinstellung werden keine Aufrufe an Schnittstellen Dritter getätigt, und das Plugin ist MIT-lizenziert ohne Telemetrie. Optionale MCP-Erweiterungen gibt es für DataForSEO, Firecrawl, Banana zur Bilderzeugung, Ahrefs, SE Ranking, Profound, Bing Webmaster und Unlighthouse.

Grenzen: Hydration, Laborschätzungen und zwei Repositories

Die Grenzen sind dokumentiert, und zwei wiegen schwer.

Erstens das Rendering. Seiten, die Inhalte erst beim Scrollen nachladen oder erst nach Bedienung holen, können laut README verrauschte Ergebnisse liefern. Der Rat im Material lautet, für diese Fälle Playwright-Aufnahmen von Hand mit den Rohdaten der HTML-Unteragenten zu vergleichen. Das ist ehrlich, heißt aber auch, dass die Automatisierung ausgerechnet bei diesen Seiten endet.

Zweitens die Beleglage. Das README zeigt eine Search-Console-Kurve einer Seite, die am 23. März 2026 startete und diesen Arbeitsablauf nutzte, mit Klicks und Impressionen über die ersten drei Monate bis zum 12. Juni 2026. Eine Kurve einer einzelnen Seite sagt wenig über die Wirkung des Werkzeugs, und eine Vergleichsgruppe wird nicht genannt.

Hinzu kommt eine organisatorische Besonderheit. Neben dem öffentlichen Repository gibt es einen privaten Spiegel unter AI-Marketing-Hub/claude-seo mit Vorabzugang, der eine Mitgliedschaft verlangt. Wer Anleitungen aus der Gemeinschaft liest, sollte prüfen, für welche der beiden Varianten sie gelten.

Alternative: Codex SEO für Codex und der Verzicht auf das Plugin

Für Codex verweist das README auf Codex SEO unter github.com/AgriciDaniel/codex-seo. Es ist eine auf Codex ausgerichtete Portierung mit Agenten in TOML, Plugin-Verpackung und deterministischen Ausführungsschritten, und sie bietet laut README dieselbe Arbeitsfläche für SEO-Abläufe.

Der Unterschied liegt in der Unterlage, nicht im Inhalt. Wer ohnehin mit Codex arbeitet, bekommt dort die gleiche Methodik, ohne Claude Code als Zwischenschicht. Wer Claude Code nutzt, bleibt beim Plugin mit dem Marktplatz-Weg und /seo setup.

Die eigentliche Alternative ist eine andere: der Verzicht auf das Plugin und die Arbeit mit Lighthouse, der Search Console und einer eigenen Checkliste. Diese Werkzeuge sind kostenlos, eingeführt und brauchen keine Agenten. Was ihnen fehlt, ist die Klammer, die claude-seo setzt: eine Branchenerkennung, bis zu 15 Teilprüfungen im Verbund sowie zu jeder Empfehlung die Frage, woran ihr Scheitern zu erkennen wäre. Daran lässt sich festmachen, ob sich der Einstieg lohnt.

Redaktionelles Fazit

claude-seo passt zu Agenturen und Inhouse-Teams, die ganze Auftritte regelmäßig prüfen und technische Prüfung, Schema und KI-Zitierbarkeit in einem Durchlauf haben wollen, statt mehrere Werkzeuge nebeneinander zu bedienen. Weniger passt es für Seiten, deren Inhalte erst beim Scrollen oder nach Bedienung entstehen, weil das Rendering dort laut README verrauschte Ergebnisse liefert, und für alle, die belegte Wirkung erwarten statt plausibler Berichte. Vor dem Einsatz lohnt ein Vergleich: /seo audit gegen eine eigene Seite laufen lassen, deren bekannte Mängel man kennt, und prüfen, ob der Bericht sie findet. Die MIT-Lizenz erlaubt den Einsatz ohne Gebühr, in der Voreinstellung ohne Aufrufe an Drittanbieter und ohne Telemetrie.

Offizielle Quellen

  1. Official documentation
  2. Official README
  3. Project repository
  4. Release notes
Community-Notizen

Community-Notizen