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assistant-ui: Chat-Bausteine für React statt einer fertigen Komponente

Projektüberblick: Typescript/React-Bibliothek für KI-Chat. Was Sie erhalten: Zusammensetzbare Grundelemente: Erstellen Sie eine beliebige Chat-UX aus Thread, Message, Composer, ThreadList, ActionBar und Freunden.

12.154 Sterne1.178 ForksTypeScriptMIT

Auf einen Blick

Was ist das?
Die TypeScript-Bibliothek liefert Thread, Message, Composer und ActionBar als einzelne Primitiven, dazu Adapter für sechs Backend-Welten. Einordnung von Aufbau, Anbindung und Versionsstand.
Für wen ist es gedacht?
Geeignet ist assistant-ui für Teams, die eine Chat-Oberfläche in React bauen und die Einzelteile selbst zusammenstellen wollen, statt eine fertige Komponente zu konfigurieren, und die ein Backend aus der genannten Liste nutzen. Weniger geeignet ist es für Projekte, die stabile Schnittstellen über Jahre brauchen, denn die Releases stehen bei 0.0.x, und die CLI wird ausdrücklich mit @latest aufgerufen.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja. MIT ist eine freizügige Lizenz: Sie dürfen darauf aufbauende Software nutzen, verändern und verkaufen, solange Sie die Urheberrechts- und Lizenzhinweise beibehalten.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Das Repository hat innerhalb des letzten Tages neue Commits erhalten.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich TypeScript, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

assistant-ui: Chat-Bausteine für React statt einer fertigen Komponente

Die Selbstbeschreibung im Repository ist ungewöhnlich konkret und nennt die Einzelteile gleich mit: eine TypeScript- und React-Bibliothek für KI-Chat, die zusammensetzbare Primitiven liefert, aus denen sich jede Chat-Oberfläche bauen lasse. Genannt werden Thread, Message, Composer, ThreadList und ActionBar. assistant-ui/assistant-ui ist in TypeScript geschrieben, steht unter MIT und verweist als Startseite auf https://www.assistant-ui.com. In den Metadaten stehen 11.905 Sterne, 1.158 Forks und 92 offene Issues.

Das README formuliert den Anspruch als „The UX of ChatGPT in your React app“ und bezeichnet die Bibliothek als offen, produktionsnah und schnell einzusetzen. Die Zahl der Sterne und eine Liste von Unternehmen, die das Paket laut README im Produktivbetrieb einsetzen, darunter mastra.ai, langchain.com, browser-use.com und helicone.ai, stützen diesen Anspruch, auch wenn es sich um selbst berichtete Angaben handelt.

Die letzte Änderung datiert vom 27. August 2026. Die drei jüngsten Releases stammen vom selben Tag und betreffen Unterpakete, was auf ein Monorepo mit getrennter Versionierung hindeutet.

npx assistant-ui@latest create: zwei CLI-Wege und das npm-Paket

Für den Einstieg nennt das README einen CLI. `npx assistant-ui@latest create` legt ein neues Next.js-Projekt an, `npx assistant-ui@latest init` ergänzt die gestalteten Komponenten in einem bestehenden Projekt. Der Zusatz @latest ist keine Zierde, sondern bei 0.0er-Versionen die übliche Empfehlung, weil jede Veröffentlichung Schnittstellen ändern kann.

Wer den CLI-Weg nicht gehen will, installiert die Pakete direkt: `npm install @assistant-ui/react @assistant-ui/ai-sdk`. Diese beiden Namen tauchen auch im Codebeispiel auf, wobei das erste die Komponenten und das zweite die Anbindung an das Vercel AI SDK mitbringt.

Der CLI kopiert nach eigener Aussage ein Startset in das Projekt, wahlweise auf Basis von Base UI als Voreinstellung oder auf Basis von Radix UI. Für Teams mit bestehendem Designsystem ist das die entscheidende Weiche, weil danach entweder die mitgelieferten Stile oder eigene Komponenten gepflegt werden.

AssistantRuntimeProvider und useChatRuntime: das Gerüst im Codebeispiel

Das Beispiel im README ist kurz und zeigt die Grundstruktur jeder Anwendung mit dieser Bibliothek. Oben steht die Direktive "use client", danach drei Importe: `AssistantRuntimeProvider` aus @assistant-ui/react, `useChatRuntime` aus @assistant-ui/ai-sdk sowie `Thread` aus dem Pfad @/components/assistant-ui/elements/thread.aui.

In der Komponente wird der Hook aufgerufen und das Ergebnis als `runtime` an den Provider übergeben. Innerhalb des Providers steht eine einzelne Komponente, nämlich `<Thread />`. Damit ist die Trennung klar: Der Provider hält die Laufzeit, die Komponenten zeichnen nur.

Auffällig ist die Dateiendung .aui im Importpfad, die sich von den üblichen .tsx-Dateien unterscheidet. Das README erläutert diese Endung nicht. Für die Anbindung eigener Backends nennt das README drei Alternativen zum gezeigten Hook: useLangGraphRuntime, useDataStreamRuntime und eine eigene Laufzeit.

Thread, Message, Composer, ThreadList, ActionBar: was die Primitiven mitbringen

Der Abschnitt „What you get“ listet vier Bereiche. Erstens die genannten Primitiven, bei denen jedes Pixel selbst gestaltet werden kann, alternativ mit einem fertigen shadcn/ui-Thema, das der CLI ins Projekt kopiert. Zweitens die mitgelieferte Alltagstauglichkeit: Streaming, automatisches Scrollen, Wiederholungsversuche, Anhänge, Markdown, Hervorhebung von Code, Spracheingabe, Tastenkürzel und Barrierefreiheit.

Der dritte Bereich heißt Generative UI. Werkzeugaufrufe und JSON sollen sich als React-Komponenten darstellen lassen, Freigaben durch Menschen direkt in der Nachricht eingeholt werden und ausgewählte Frontend-Aktionen dem Modell zugänglich gemacht werden. Das ist der Punkt, an dem sich die Bibliothek von einem reinen Chat-Widget absetzt.

Der vierte Bereich betrifft die Typisierung. Laufzeit-APIs, Werkzeugschemata, Nachrichtenteile und Adapter sollen durchgehend typisiert sein. Gerade bei Generative UI ist das mehr als Bequemlichkeit, weil falsch deklarierte Werkzeugschemata sonst erst zur Laufzeit auffallen.

Sechs Backend-Pakete von @assistant-ui/ai-sdk bis react-opencode

Die Anbindung an ein Backend läuft über eigene Pakete, die das README in einer Tabelle aufführt. Für das Vercel AI SDK ist es @assistant-ui/ai-sdk, für LangGraph und LangChain @assistant-ui/react-langgraph und @assistant-ui/react-langchain, für die Protokolle AG-UI und A2A @assistant-ui/react-ag-ui und @assistant-ui/react-a2a. Für Google ADK und OpenCode gibt es @assistant-ui/react-google-adk und @assistant-ui/react-opencode, für eigene Datenströme @assistant-ui/react-data-stream.

Eine Zeile der Tabelle fällt aus dem Muster: assistant-cloud ist nicht als React-Paket eingetragen, sondern als Angebot für verwalteten Gesprächsverlauf, Telemetrie und Dateiablage. Zusammen mit dem Hinweis „Contact Sales“ und einem Terminbuchungslink deutet das auf ein kommerzielles Angebot neben der MIT-Bibliothek hin.

Bei den Modellen nennt das README OpenAI, Anthropic, Google Gemini, Mistral, Perplexity, AWS Bedrock, Azure, Fireworks und Ollama, ergänzt um Gemeinschaftsanbieter über das AI SDK. Neben React gibt es Fassungen für React Native unter @assistant-ui/react-native und für Terminal-Oberflächen mit Ink unter @assistant-ui/react-ink.

MIT, Assistant Cloud und der Stand von create-assistant-ui@0.0.76

Die Lizenz ist MIT, was Weiterverwendung in geschlossenen Produkten erlaubt. Das README ergänzt den Hinweis, dass Assistant Cloud für verwaltete Gesprächsspeicherung und Auswertung optional hinzukommt. Wer diese Dienste nicht braucht, trägt nur die MIT-Bedingungen, wer sie braucht, hat einen Vertragspartner. Als Förderer wird Y Combinator genannt.

Der Versionsstand ist der wichtigste Vorbehalt. Die drei jüngsten Releases heißen safe-content-frame@0.0.28, heat-graph@0.0.16 und create-assistant-ui@0.0.76 und stammen alle vom 27. August 2026. Keines der Pakete hat also eine 1.0 erreicht, und die Pakete werden einzeln versioniert, was Abhängigkeiten zwischen ihnen schwer abschätzbar macht.

Weniger Umfang braucht, wer direkt auf dem Vercel AI SDK aufbaut: Dessen eigener Chat-Hook liefert Nachrichtenliste und Streamingzustand, ohne Thread, Composer oder ActionBar mitzubringen. Der Unterschied liegt genau dort: Automatisches Scrollen, Wiederholungsversuche, Anhänge und Spracheingabe sind bei assistant-ui bereits enthalten und müssten sonst selbst geschrieben werden. Bei 92 offenen Issues ist zudem davon auszugehen, dass nicht jede Ecke der Primitiven gleich gut ausgeleuchtet ist.

Redaktionelles Fazit

Geeignet ist assistant-ui für Teams, die eine Chat-Oberfläche in React bauen und die Einzelteile selbst zusammenstellen wollen, statt eine fertige Komponente zu konfigurieren, und die ein Backend aus der genannten Liste nutzen. Weniger geeignet ist es für Projekte, die stabile Schnittstellen über Jahre brauchen, denn die Releases stehen bei 0.0.x, und die CLI wird ausdrücklich mit @latest aufgerufen. Vor der Entscheidung sollte geprüft werden, ob das eigene Backend von einem der sechs Adapter abgedeckt wird, und ob die mitgelieferte shadcn/ui-Variante zum eigenen Design passt, sonst bleibt der Umstellungsaufwand an den eigenen Stilen hängen.

Offizielle Quellen

  1. Official documentation
  2. Official README
  3. Project repository
  4. Release notes
Community-Notizen

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