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BPB Panel: GUI-Panel für VLESS, Trojan und Warp-Abos auf Cloudflare Workers

Ein GUI-Panel, das Worker-Abonnements für VLESS-, Trojaner- und Warp-Konfigurationen neben einem privaten DoH-Server und Ketten-Proxys bereitstellt und vollständiges DNS, saubere IP, Fragment, Warp, Warp Pro und Routing-Einstellungen für plattformübergreifende Clients bietet, die Amnezia-, Wireguard-, Sing-Box-, Clash/Mihomo- und Xray-Kerne verwenden.

13.441 Sterne31.573 ForksTypeScriptGPL-3.0

Auf einen Blick

Was ist das?
Faktencheck zu BPB-Worker-Panel v5.1.1: Protokolle, private DoH, Routing-Regeln, die UDP-Grenze, das 100K-Requests-Limit pro Worker und die Client-Matrix von v2rayNG bis Sing-box.
Für wen ist es gedacht?
BPB Panel passt zu Einzelpersonen oder kleinen Gruppen von zwei bis drei Nutzern, die ein Abo-Panel mit VLESS, Trojan und Warp auf Cloudflare Workers betreiben wollen und UDP-lastige Anwendungen wie Telegram-Videotelefonate verzichten können. Für größere Gruppen stößt es laut README an das Limit von 100.000 Anfragen pro Tag und Worker.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja, unter Bedingungen. GPL-3.0 ist eine Copyleft-Lizenz: Wenn Sie Software weitergeben, die sie enthält, müssen Sie deren Quellcode unter derselben Lizenz veröffentlichen. Wer sie nur intern betreibt, ohne sie weiterzugeben, löst diese Pflicht nicht aus.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Die letzten Commits kamen vor 57 Tagen.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich TypeScript, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

Was BPB Panel v5.1.1 auf Cloudflare Workers aufsetzt

BPB-Worker-Panel ist ein TypeScript-Projekt, das sich als grafisches Panel für Proxy-Abos versteht. Laut README liefert es Worker-Abonnements für VLESS-, Trojan- und Warp-Konfigurationen, dazu einen privaten DoH-Server und Chain-Proxy-Möglichkeiten, mit Einstellungen für DNS, Clean-IPs, Fragment, Warp und Routing für plattformübergreifende Clients auf Xray-, Sing-box-, Clash-Mihomo-, Wireguard- und Amnezia-Basis. Deployt wird über Cloudflare Workers und Pages, unterstützt vom separaten Werkzeug BPB Wizard, das laut Projekt eine Einrichtung in wenigen Sekunden ermöglicht.

Das betriebliche Kernstück ist die Kombination aus null Serverkosten und privatem Betrieb: Das Feature-Verzeichnis nennt Free and Private als ersten Punkt, es entstünden keine Kosten und der Server bliebe privat. Der Projektstand: Version v5.1.1 vom 19. Juli 2026, davor v5.1.0 und v5.0.0 innerhalb derselben Woche im Juli, Lizenz GPL-3.0, 13263 Sterne und 31556 Forks. Das Fork-Niveau deutet auf ein großes Spektrum an Weiterverwendungen hin, mehr als ein Betriebsdokument taugt diese Zahl nicht.

Protokolle und privater DoH-Server im BPB Panel

Drei Protokollfamilien trägt das Panel zusammen. VLESS und Trojan laufen als Worker-Proxy-Protokolle, während Wireguard in Form von Cloudflare Warp dazukommt, laut Feature-Liste als Warp Pro Konfigurationen mit Optimierungen für angespannte Netzlagen. Der private DoH-Server ist zweite Säule: Er steht ab Auslieferung bereit und erlaubt laut README, den zugrunde liegenden DNS-Server anzupassen, DoH selbst ist standardmäßig aktiviert, ausdrücklich mit dem Ziel verbesserter Sicherheit.

Zur Individualisierung nennt das Projekt ein breites Feld: Clean-IP-Domains und Proxy-IPs, DNS-Server, Ports und Protokolle, Warp-Endpunkte und mehr lassen sich einstellen. Ein Node-Feature erlaubt das Teilen von Einstellungen und Proxys mit anderen BPB-Nutzern, und die Proxy-Aggregation sammelt fremde Proxys in die eigenen BPB-Abos ein, ausgeliefert als eine einzige Subscription. Für Betreiber, die mehrere Quellen pflegen, ist das ein echter Workflow-Gewinn, denn die Clients brauchen dann nur einen Abo-Link statt mehrerer.

Routing-Regeln und Chain Proxy gegen gesperrte IPs

Die Routing-Regeln sind der dritte Feature-Block. Das README listet das Umgehen von Routing für Iran, China und Russland, das Blocken von QUIC, Erwachseninhalten, Werbung, Schadsoftware und Phishing sowie das Umgehen von Sanktionsbeschränkungen. Damit adressiert das Panel zwei gegensätzliche Bedürfnisse: Nutzung in Netzen mit Einschränkungen und Führung von Familien-Konfigurationen mit Filterregeln, beides über dieselbe Konfigurationsoberfläche.

Der Chain Proxy löst ein klassisches Problem von Workers-Proxys: die IP-Adresse. Laut README lassen sich VLESS, Trojan, Shadowsocks, socks und http als Kette anhängen, um die IP zu fixieren. Die Kombination mit der Fragment-Funktion, ebenfalls als Feature gelistet, zielt darauf, die Verbindung auch dann aufrechtzuerhalten, wenn Domains oder Warp-Dienste blockiert sind, wie es in der Einleitung steht. Fragmente zerlegen dabei die Anfangspakete so, dass Filter schwerer greifen; das Projekt bewertet diese Widerstandsfähigkeit nicht selbst, es stellt sie als Konfiguration bereit und verweist für den Rest auf die Bedienungsdokumentation.

Die UDP-Grenze: warum VLESS über Workers ohne UDP läuft

Die wichtigste technische Einschränkung steht unter Limitations im README: VLESS und Trojan auf Workers verarbeiten UDP nicht korrekt, deshalb ist der UDP-Transport standardmäßig deaktiviert. Betroffen sind laut eigener Angabe Features wie Telegram-Videotelefonate, auch UDP-DNS wird nicht unterstützt. Für viele Anwender ist genau hier die Entscheidung gefallen, denn Videotelefonie über die betroffenen Apps gehört in einigen Nutzungskontexten zum Kernbedarf.

Die Abmilderung liegt in den anderen Protokollen: Warp-basierte Konfigurationen fallen unter dieses Limit nicht, sie stehen laut README ohne Mengenbegrenzung zur Verfügung. Ein realistisches Setup kombiniert also VLESS oder Trojan für den Hauptverkehr mit Warp für UDP-abhängige Anwendungen. Wer seine Client-App und Nutzungsprofile kennt, sollte diese Aufteilung vor der Einführung durchtesten, denn das Panel verteilt die Konfigurationen zwar als Abos, entscheidet aber nicht, welcher Client welchen Kanal wählt. Das bleibt Aufgabe der Routing-Regeln und der Client-Einstellungen.

Das 100K-Requests-Limit und die Planung mit zwei bis drei Nutzern

Die zweite Limitation ist betriebswirtschaftlich: Jeder Worker unterstützt laut README 100.000 Anfragen pro Tag für VLESS und Trojan, passend für zwei bis drei Nutzer. Warp-Konfigurationen unterliegen dieser Begrenzung nicht. Die Zahl klingt hoch, aber ein einzelner Client mit allen Anfragen eines Browsers, Sync-Diensten und Apps summierst schnell in die Zehntausende; das Panel skaliert demnach nicht über eine kleine Gruppe hinaus, ohne weitere Worker zu deployen.

Für die Planung bedeutet das einen klaren Regelsatz: Pro Additional-Gruppe ein zusätzlicher Worker, oder der Umstieg des UDP-unempfindlichen Traffics auf Warp. Das README nennt keine Monitoring-Werkzeuge für den Verbrauch, auch nicht, was bei Überschreitung geschieht. Beides gehört zu den offenen Fragen, die die FAQ-Seite der Dokumentation unter bia-pain-bache.github.io/BPB-Worker-Panel/ klären soll. Die geschriebene Kompatibilitäts- und Betriebsdokumentation bleibt damit auf die verlinkten Dokumentationsseiten verteilt, nicht auf das README selbst.

Client-Matrix von v2rayNG 2.2.3 bis Sing-box 1.12.0

Die Kompatibilitätstabelle im README zeichnet ein differenziertes Bild. v2rayNG ab Version 2.2.3, MahsaNG ab 16, v2rayN ab 7.22.5 und Streisand ab 1.6.71 unterstützen sowohl Fragment als auch Warp Pro. Sing-box ab 1.12.0 und husi ab 1.3.2 bringen Fragment mit, aber kein Warp Pro. Umgekehrt unterstützen Clash Meta, Clash Verge Rev und FLClash Warp Pro, aber kein Fragment. Wireguard bietet beides nicht, während AmneziaVPN und WG Tunnel immerhin Warp Pro nutzen können.

Wer eine bestehende App-Familie hat, liest hier direkt die Konsquenzen: Für Fragment-basierte Strategien braucht es eine der Xray-basierten Apps in der Mindestversion, für Warp Pro die passende Clash- oder Wireguard-Variante. Die Tabelle ist damit die praktischste Entscheidungsgrundlage des gesamten README, denn sie verbindet Features mit konkreten Versionsnummern. Die Bedienung der Clients selbst gehört laut Projekt zur Dokumentationsseite unter How to use, nicht zum Panel.

Alternative zum BPB Panel: das Workers-Skript von yonggekkk

Eine konkrete Alternative nennt das Projekt selbst im Dankesabschnitt: das Cloudflare-workers/pages Proxy-Skript für VLESS und Trojan von yonggekkk, zusätzlich der CF-vless-Code von 3Kmfi6HP im Projekt EDtunnel. Beide liefern die eigentliche Proxy-Funktion auf derselben Plattform, allerdings ohne das GUI-Panel drumherum. Der Unterschied ist der Komfortgrad: Mit BPB Panel kommt die Konfigurationsmaske, das Abo-System, die Routing-Regeln und die DoH-Integration als Paket, mit dem nackten Workers-Skript konfiguriert man manuell und generiert Abos von Hand.

Für technische Nutzer, die nur eine einzelne Verbindung brauchen, kann das Skript die schlankere Wahl sein, weil es die Panel-Oberfläche einspart. Wer mehrere Clients, Familienmitglieder oder Warp-Varianten verwaltet, wird vom Panel profitieren. Die IP-Tests, auf die das Projekt verweist, stammen von badafans (Cloudflare-IP-SpeedTest) und XIU2 (CloudflareSpeedTest) und funktionieren unabhängig von beiden Wegen. Die Wahl hängt also an der Verwaltungslast ab, nicht an der Plattform, denn beide Ansätze sitzen auf denselben Cloudflare-Limits, inklusive der UDP-Beschränkung.

Redaktionelles Fazit

BPB Panel passt zu Einzelpersonen oder kleinen Gruppen von zwei bis drei Nutzern, die ein Abo-Panel mit VLESS, Trojan und Warp auf Cloudflare Workers betreiben wollen und UDP-lastige Anwendungen wie Telegram-Videotelefonate verzichten können. Für größere Gruppen stößt es laut README an das Limit von 100.000 Anfragen pro Tag und Worker. Vor dem Einsatz die Deployment über den BPB Wizard durchspielen, die Mindestversionen der eigenen Client-App gegen die Tabelle prüfen und im FAQ-Bereich der Dokumentationsseite die typischen Betreiberfragen klären.

Offizielle Quellen

  1. Official documentation
  2. Official README
  3. Project repository
  4. Release notes
Community-Notizen

Community-Notizen