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HolyClaude: Claude Code, CloudCLI-Weboberfläche und acht KI-CLIs in einem Docker-Container

KI-Codierungs-Workstation: Claude Code + Web-Benutzeroberfläche + 8 KI-CLIs + Headless-Browser + über 50 Tools.

2.566 Sterne270 ForksJavaScriptMIT

Auf einen Blick

Was ist das?
Das MIT-lizenzierte JavaScript-Projekt von CoderLuii verpackt eine komplette KI-Entwicklerwerkstatt in ein Docker-Image mit Headless-Browser, über 50 Werkzeugen und dokumentierten Lösungen für typische Docker-Fallen.
Für wen ist es gedacht?
HolyClaude passt zu Entwicklern, die Claude Code und mehrere KI-CLIs mit Headless-Browser in einem isolierten Container betreiben wollen, ohne die dokumentierten Docker-Fallen selbst zu lösen. Wer nur gelegentlich einen CLI-Agenten braucht oder keine Docker-Infrastruktur hat, trägt mit dem rund 4,1 GB großen Image unnötigen Ballast.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja. MIT ist eine freizügige Lizenz: Sie dürfen darauf aufbauende Software nutzen, verändern und verkaufen, solange Sie die Urheberrechts- und Lizenzhinweise beibehalten.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Die letzten Commits kamen vor 1 Tag.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich JavaScript, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

Ein Container gegen die typischen Docker-Fallen von Claude Code

HolyClaude von CoderLuii ist ein Docker-Container, der um die echte Claude-Code-CLI herum gebaut wurde, mit einer Weboberfläche namens CloudCLI, einem Headless-Chromium mit Playwright für Screenshots und Tests, acht KI-Kommandozeilenwerkzeugen und mehr als fünfzig Entwicklungsprogrammen. Das Repository ist in JavaScript geschrieben, MIT-lizenziert, zählt rund 2.530 Sterne und 263 Forks, und die aktuelle Version v1.5.7 erschien am 12. August 2026.

Der Autor begründet das Projekt mit einer Liste von Problemen, die jedem bekannt sind, der solche Umgebungen selbst baut: Chromium startet nicht, weil Docker nur 64 MB gemeinsamen Speicher zuweist, Xvfb fehlt, die UID im Container passt nicht zum Host und alles wird mit Permission denied beantwortet, der Claude-Code-Installer hängt, wenn das Arbeitsverzeichnis root gehört, und SQLite sperrt auf NAS-Mounts. HolyClaude sei der Container, der nach dem Lösen jedes einzelnen dieser Probleme entstanden sei, den der Autor seit Wochen täglich auf dem eigenen Server betreibe. Eine gehostete Variante bewirbt das README unter holycode.cloud, der Selbstbetrieb per Image bleibt aber der Kern.

Quickstart: Compose-Vorlage kopieren, docker compose up, Port 3001 öffnen

Der Einstieg braucht vier Schritte: ein Verzeichnis anlegen mit mkdir holyclaude und cd holyclaude, eine docker-compose.yaml aus einer der beiden Vorlagen im Repository kopieren, docker compose up -d ausführen und die Weboberfläche unter http://localhost:3001 öffnen. Danach erstellt man in zehn Sekunden ein CloudCLI-Konto und meldet sich mit dem eigenen Anthropic-Konto an. Laut README gibt es keine .env-Dateien, keine Vorkonfiguration und keine 40 Seiten Dokumentationslektüre vor dem Start.

Die Schnellvorlage bindet die Weboberfläche an 127.0.0.1:3001, setzt shm_size auf 2g gegen das Chromium-Speicherproblem, fügt die Capabilities SYS_ADMIN und SYS_PTRACE hinzu, deaktiviert seccomp und mountet ./data/claude nach /home/claude/.claude sowie ./workspace nach /workspace. Die vollständige Vorlage legt zusätzlich Zeitzone, Benutzer- und Gruppen-IDs, die Node.js-Heap-Größe und Benachrichtigungs-URLs über Apprise offen. Beide Vorlagen liegen im Repository und sind vollständig kommentiert.

Image-Varianten latest und slim sowie die Pinning-Entscheidungen in v1.5.7

HolyClaude veröffentlicht auf Docker Hub unter coderluii/holyclaude ein latest-Tag mit dem vollständigen Image, das komprimiert etwa 4,1 GB wiegt, und ein slim-Tag mit rund 2,4 GB. Das vollständige Image enthält alle Werkzeuge des README: Node.js 26 mit npm-Paketen wie TypeScript, pnpm, Vite, ESLint und Prettier, Python-Pakete einschließlich pandas, NumPy und Playwright, Systemwerkzeuge wie git, gh, ripgrep, tmux und Chromium sowie fünf KI-CLIs in beiden Varianten, drei weitere im vollständigen Image. Das Slim-Image beschränkt sich auf Kernwerkzeuge, und Claude kann fehlende Pakete bei Bedarf nachinstallieren.

Interessant sind die dokumentierten Pinning-Entscheidungen der Version 1.5.7: Node rückt auf 26.7.0, Playwright auf 1.62.0, pnpm auf 11.21.0 und Vite auf 8.2.1, aber npm bleibt bei 11.19.0, weil npm 12 den verifizierten Shrinkwrap von CloudCLI ablehnt, und TypeScript bleibt bei 6.0.3, weil die native 7.0.2-Binärdateie Meldungen aus einer Go-Analyse mit fester Version liefert. CloudCLI bleibt auf der verifizierten Basis 1.36.3 mit gepatchten verschachtelten Sicherheitsabhängigkeiten. Release-sensible Fakten stehen zudem in contracts/product-facts.json, das der Release-Workflow vor dem Imagebau gegen Dockerfile und Compose-Dateien prüft.

Authentifizierung mit dem eigenen Anthropic-Konto und Anbietern ohne Weiterleitung

HolyClaude führt laut README die echte Claude-Code-CLI aus, keinen Wrapper, keinen Proxy und keinen Nachbau. Das bestehende Konto funktioniert direkt: Wer ein Claude-Max- oder Pro-Abo hat, authentifiziert sich per OAuth über die Weboberfläche, wer einen Anthropic-API-Schlüssel nutzt, setzt ihn in der Weboberfläche ab. Das Projekt selbst sei kostenlos, gezahlt wird nur an Anthropic für die eigene Nutzung.

Das README stellt klar, dass HolyClaude keinen Credential-Relay betreibt: Die gebündelten Werkzeuge lesen Anmeldeinformationen aus Containerdateien, Bind-Mounts oder Umgebungsvariablen und kontaktieren die konfigurierten Anbieter direkt. Die weiteren KI-CLIs brauchen eigene Zugänge: Gemini verlangt GEMINI_API_KEY, Codex akzeptiert OPENAI_API_KEY oder ein ChatGPT-Abo über codex login --device-auth, Cursor braucht CURSOR_API_KEY, und TaskMaster verwendet die bereits vorhandenen Anbieter-Schlüssel. Als alternatives Backend lässt sich Ollama anbinden, indem ANTHROPIC_AUTH_TOKEN auf ollama gesetzt und ANTHROPIC_BASE_URL auf einen Ollama-Endpunkt gezeigt wird.

Persistenz in ./data/claude und Berechtigungsmodi von acceptEdits bis bypassPermissions

Persistente Daten liegen in ./data/claude, das nach /home/claude/.claude gemountet ist und Container-Neubauten übersteht, dazu kommt ./workspace für den Code. Das README warnt ausdrücklich, dass dieses Verzeichnis gespeicherte Claude-Sitzungen und möglicherweise GitHub-Anmeldeinformationen in .config/gh/hosts.yml enthält und deshalb weder eingecheckt noch geteilt werden sollte. Die CloudCLI-Kontodatenbank liegt standardmäßig nur im Container und wird nach einem Neubau neu angelegt, außer man richtet ein benanntes Volume für /home/claude/.cloudcli ein; dieses Volume sollte laut README nicht auf einer Netzwerkfreigabe liegen, weil SQLite-Sperren dort fehlschlagen.

Bei den Berechtigungen liefert der Container Claude Code standardmäßig im acceptEdits-Modus aus: Dateien dürfen bearbeitet und erstellt werden, aber vor Shell-Befehlen oder Paketinstallationen fragt der Agent nach. Wer das lockern will, wechselt durch Bearbeiten von settings.json zu bypassPermissions. Codex besitzt eigene Umgebungsvariablen für Berechtigungsmodi mit den Fallbacks default und acceptEdits.

Remote-Zugriff und was das README vom Weiterleiten des Ports abrät

Die Standardkonfiguration bindet CloudCLI an 127.0.0.1, sodass die Weboberfläche nur vom Docker-Host selbst erreichbar ist. Für Zugriff von außerhalb des eigenen Netzes lautet die README-Empfehlung unmissverständlich: Port 3001 nicht weiterleiten, auch nicht mit Passwort, denn das Web-Terminal-Plugin gibt eine Shell frei, und der Container enthält Anthropic-Tokens und API-Schlüssel. Stattdessen verweist das Dokument auf einen eigenen Abschnitt zu Remote Access und Exposure mit geeigneten Verfahren.

Für Aktualisierungen beschreibt ein eigener Upgrading-Abschnitt den Pfad zwischen Versionen, und ein Troubleshooting-Abschnitt sammelt die Fehlerbilder, die der Autor selbst durchgearbeitet hat. Das Projekt listet zudem einen Alternativen-Abschnitt und eine Roadmap im README, dazu 15 offene Issues im Repository. Wer die Kombination aus Weboberfläche, Headless-Browser und acht KI-CLIs nicht braucht, zahlt für das vollständige Image eine bewusste Prämie an Downloadgröße; wer sie braucht, bekommt dokumentiert, warum jedes Detail so konfiguriert ist, wie es ist.

Redaktionelles Fazit

HolyClaude passt zu Entwicklern, die Claude Code und mehrere KI-CLIs mit Headless-Browser in einem isolierten Container betreiben wollen, ohne die dokumentierten Docker-Fallen selbst zu lösen. Wer nur gelegentlich einen CLI-Agenten braucht oder keine Docker-Infrastruktur hat, trägt mit dem rund 4,1 GB großen Image unnötigen Ballast. Vor dem Fernzugriff sollte man die README-Empfehlung beherzigen, Port 3001 nicht ins öffentliche Internet weiterzuleiten.

Offizielle Quellen

  1. Official documentation
  2. Official README
  3. Project repository
  4. Release notes
Community-Notizen

Community-Notizen