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CodeGraph: ein lokaler Wissensgraph für Coding-Agents

Vorindizierter Code-Wissensgraph, automatische Synchronisierung bei Codeänderungen, für Claude Code, Codex, Gemini, Cursor, OpenCode, AntiGravity, Kiro und Hermes Agent, weniger Token, weniger Tool-Aufrufe, 100 % lokal.

70.985 Sterne4.560 ForksCMIT

Auf einen Blick

Was ist das?
colbymchenry/codegraph indiziert Codebasisten vor und hält den Graphen per Datei-Watcher aktuell, damit Agents wie Claude Code, Cursor oder Gemini statt Datei-für-Datei-Suche gezielte Kontextabrufe machen. Der Beitrag folgt Installation, Verdrahtung, Sync und den selbstberichteten Messwerten.
Für wen ist es gedacht?
CodeGraph zielt auf Entwickler, die Claude Code, Cursor, Codex oder ähnliche Agents in größeren Codebasen einsetzen und dort lange Kontextsuchen beobachten. Die lokale Ablage im Projektverzeichnis .codegraph/ und die Deinstallation per codegraph uninstall mit --keep-cli machen den Ausstieg leicht; wer aber die Zahlen zu Kosten und Indexierzeit prüft, sollte sie als README-Angaben lesen und im eigenen Projekt gegen messen.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja. MIT ist eine freizügige Lizenz: Sie dürfen darauf aufbauende Software nutzen, verändern und verkaufen, solange Sie die Urheberrechts- und Lizenzhinweise beibehalten.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Das Repository hat innerhalb des letzten Tages neue Commits erhalten.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich C, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

CodeGraph: ein vorgebauter Wissensgraph für Coding-Agents

CodeGraph aus dem Repository colbymchenry/codegraph beschreibt sich als vorindizierter Code-Wissensgraph, der bei Codeänderungen automatisch synchronisiert und vollständig lokal läuft. Genannt werden Claude Code, Codex, Gemini, Cursor, OpenCode, Antigravity, Kiro und Hermes Agent als Ziel-Agents, mit dem Versprechen weniger Tokens und weniger Tool-Aufrufe. Das Projekt zeigt zum Auswertungszeitpunkt 68484 Sterne und 4365 Forks bei 453 offenen Issues; die Metadaten führen C als Sprache, der Kernel ist laut README in Rust gebaut.

Das Problem, das das Projekt adressiert, kennt jeder, der einem Coding-Agent zugesehen hat: Um eine Frage zu beantworten oder eine Änderung zu machen, erkundet der Agent die Struktur auf dem langsamen Weg mit grep, glob und Read, Datei für Datei, und baut Aufrufpfade und Abhängigkeiten von Hand nach. CodeGraph will genau diesen Erkundungsaufwand durch eine vorab gebaute Struktur ersetzen, in der jeder Symbol-, Aufruf- und Abhängigkeitsknoten bereits verknüpft ist.

Installation ohne Node: install.sh, install.ps1 und npm

Der Einstieg laut README braucht kein Node.js. Unter macOS und Linux zieht der Befehl curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/colbymchenry/codegraph/main/install.sh | sh das passende Build für das Betriebssystem; unter Windows übernimmt das PowerShell-Kommando irm https://raw.githubusercontent.com/colbymchenry/codegraph/main/install.ps1 | iex. Wer Node hat, kann stattdessen npm i -g @colbymchenry/codegraph nutzen; das Paket bündelt eine eigene Laufzeitumgebung, es gibt also nichts zu kompilieren und keinen nativen Build.

Zwei Details verdienen Beachtung. Der Installer legt codegraph auf den PATH, ändert aber die laufende Shell nicht, daher soll man vor dem nächsten Schritt ein neues Terminal öffnen. Und Updates laufen jederzeit über codegraph upgrade: Der Befehl erkennt, ob die Installation als Bundle, npm-Paket oder über npx erfolgte, und aktualisiert an Ort und Stelle; mit --check prüft man nur auf Verfügbarkeit, mit codegraph upgrade <version> fixiert man eine bestimmte Version.

codegraph install, codegraph init und die Verdrahtung der Agents

Das README trennt drei Schritte, die leicht vermischt werden. Erstens die CLI-Installation, die allein noch nichts verdrahtet. Zweitens codegraph install in einem neuen Terminal: Dieser Schritt erkennt installierte Agents und konfiguriert sie automatisch, von Claude Code und Cursor über Codex CLI, opencode, Hermes Agent, Gemini CLI und Antigravity IDE bis zu Kiro und GitHub Copilot in VS Code und JetBrains-IDEs, und hängt den CodeGraph-MCP-Server in jede Konfiguration ein.

Drittens codegraph init im jeweiligen Projektverzeichnis: Der Befehl erzeugt den lokalen Ordner .codegraph/ und baut in derselben Sitzung den vollständigen Graphen auf. Wer den Shortcut npx @colbymchenry/codegraph nutzt, lädt und startet die Installation in einem Durchgang. Diese Trennung ist hilfreich, weil sich so die Agent-Anbindung von der projektspezifischen Indexierung unabhängig wiederholen lässt, etwa wenn ein neues Projekt dazukommt.

Auto-Sync per Watcher: der Index veraltet nicht

Nach dem ersten Aufbau ist laut README keine Synchronisierung mehr nötig: Auto-Sync ist standardmäßig aktiviert, CodeGraph beobachtet das Projekt und aktualisiert den Graphen bei jeder Dateiänderung, egal ob der Agent den Code bearbeitet oder der Nutzer Dateien hinzufügt, verändert oder löscht. Der Index sei dadurch niemals veraltet, und es gebe nichts nachzulaufen.

Für die Reaktionsfähigkeit nennt das README konkrete Werte: Der Watcher feuert 300 Millisekunden nach einem einzelnen Speichervorgang und synchronisiert genau das, was sich geändert hat. Als Größenordnung werden 0,3 Sekunden Arbeit an einem 4400-Datei-Projekt und 0,4 Sekunden an dem 27000-Datei-Repository des Swift-Compilers angegeben. Das sind selbstberichtete Werte, sie beschreiben aber präzise, was das Projekt unter normalem Betrieb versteht: inkrementelle Updates im Sekundenbereich statt periodischer Neuindexierung.

Warum ein Graph: präziser Kontext statt Datei-Kriecherei

Der Abschnitt Why CodeGraph erklärt den Kernvorteil: Statt Dateien zu durchkriechen, stellt der Agent eine Frage und bekommt den relevanten Quelltext zurück, die Aufrufpfade zwischen den Symbolen, einschließlich Sprüngen durch dynamische Dispatch-Mechanismen, denen grep nicht folgen kann, und die Auswirkungsfläche einer Änderung. Aus Sicht des README ist der Gewinn Präzision, nicht bloß Geschwindigkeit.

Mit einer Kostenschätzung unterlegt das Projekt diesen Anspruch: Eine Neumessung vom August 2026, bei der die CLI in beiden Messarmen blockiert war, ergab über sieben Benchmark-Repositories im Schnitt 44 Prozent geringere Kosten und 62 Prozent weniger Tokens, weil ein starkes Modell ohne Graph sein Budget damit verbrennt, die Struktur neu abzuleiten. Die Ersparnis hängt laut README davon ab, wie viel Erkundung eine Frage verlangt: 57 bis 78 Prozent bei Fragen, für die ein dateilesender Agent 28 bis 43 Tool-Aufrufe brauchte, und nahezu paritätisch dort, wo sieben Aufrufe genügten. Das sind die Angaben des Projekts selbst, nicht ein unabhängiger Test.

Rust-Kernel, Skalierung und die geplante Plattform

Für die Indexierzeit selbst nennt das README eine auf Geschwindigkeit getunte Pipeline: Auf einem 2-Kern-VPS mit 6 GB RAM indexiert der Linux-Kernel mit 70000 Dateien, 2 Millionen Symbolen und 6,4 Millionen Beziehungen in unter 12 Minuten vollständig, während speicherfirst-Designs laut Projekt bereits vor einem Prozent Fortschritt an den Speichergrenzen scheitern. Auf einer Workstation läuft demnach eine voll parallele Pipeline mit nativen Parse-Workern und einem Multi-Worker-Resolver-Pool, der anläuft, sobald er sich lohnt, samt speichergesteuerten Analyse-Caches.

Abgesehen von der CLI kündigt das Projekt eine gehostete Plattform unter getcodegraph.com an: Für jeden Pull Request soll dort sichtbar werden, was zu testen ist, was brechen könnte, welche Abläufe betroffen sind und ob Geschäftslogik berührt wird. Früher Beta-Zugang ist verlinkt. Diese gehostete Variante gehört nicht zur lokalen CLI und ist im ausgewerteten README nur als Ankündigung beschrieben.

Deinstallation, Projektaufräumen und der Versionsstand

Auch der Ausstieg ist dokumentiert. codegraph uninstall entfernt CodeGraph von jedem konfigurierten Agent und die CLI selbst, inklusive aller Fundstücke wie Bundle, npm-Globalpaket und Launcher-Link, wobei die Liste vor dem Löschen angezeigt wird. Mit --keep-cli bleiben die CLI erhalten und nur die Agent-Konfigurationen fallen; --target beschränkt die Aktion auf bestimmte Agents, --yes läuft nicht-interaktiv. Die Projektindizes in .codegraph/ bleiben bei all dem unberührt und werden pro Projekt mit codegraph uninit entfernt.

Der Versionsstand zeigt ein aktives Projekt: v1.6.0 erschien am 26. August 2026, davor v1.5.0 vom 21. Juli und v1.4.1 vom 10. Juli 2026. Die Lizenz ist MIT, was Nutzung, Veränderung und Weiterverteilung im Rahmen der üblichen Bedingungen erlaubt. Wer den Quelltext prüfen will, findet ihn im Standardzweig main des Repositorys, und die Dokumentationsseite liegt unter colbymchenry.github.io/codegraph/.

Redaktionelles Fazit

CodeGraph zielt auf Entwickler, die Claude Code, Cursor, Codex oder ähnliche Agents in größeren Codebasen einsetzen und dort lange Kontextsuchen beobachten. Die lokale Ablage im Projektverzeichnis .codegraph/ und die Deinstallation per codegraph uninstall mit --keep-cli machen den Ausstieg leicht; wer aber die Zahlen zu Kosten und Indexierzeit prüft, sollte sie als README-Angaben lesen und im eigenen Projekt gegen messen. Die Version v1.6.0 stammt vom 26. August 2026, die Lizenz ist MIT.

Offizielle Quellen

  1. Official documentation
  2. Official README
  3. Project repository
  4. Release notes
Community-Notizen

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