Selbst gehosteter Dienst
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DIYgod/RSSHub

RSSHub: ein Community-getriebenes Routennetzwerk, das Webquellen in RSS verwandelt

RSSHub erzeugt RSS-Feeds aus nahezu jeder Quelle – von YouTube und Telegram bis Weibo und Bilibili – über ein großes selbst hostbares Routen-Netzwerk.

46.193 Sterne10.211 ForksTypeScriptAGPL-3.0

Auf einen Blick

Was ist das?
Ein TypeScript-Projekt unter AGPL-3.0 von DIYgod, das über tausende Instanzen Inhalte vieler Quellen als Feeds ausliefert und mit Radar-Apps ein Erkennungs-Ökosystem um sich versammelt.
Für wen ist es gedacht?
RSSHub passt für Leser, die Quellen ohne eigene Feeds in ihrem Reader abonnieren wollen, und für Selbsthoster, die eine eigene Instanz kontrollieren möchten. Es passt nicht, wer eine fertige Desktop-Anwendung erwartet, denn das Projekt ist eine Feed-Infrastruktur.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja, unter strengen Bedingungen. AGPL-3.0 ist eine Lizenz mit Netzwerk-Copyleft: Wenn andere eine veränderte Version über ein Netzwerk nutzen, etwa als gehosteten Dienst, müssen Sie ihnen den Quellcode unter derselben Lizenz anbieten.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Das Repository hat innerhalb des letzten Tages neue Commits erhalten.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich TypeScript, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

Was RSSHub nach eigenem Anspruch ist

RSSHub beschreibt sich mit dem Slogan Everything is RSSible als das weltweit größte RSS-Netzwerk, bestehend aus über 5.000 globalen Instanzen. Die README erklärt, dass das Projekt Millionen von Inhalten aus allen Arten von Quellen aggregiert und dass eine offene Community neue Routen, Funktionen und Fehlerbehebungen beisteuert. Die Repositorium-Metadaten nennen TypeScript als Sprache und AGPL-3.0 als Lizenz, den Standardzweig master und die Dokumentationsseite docs.rsshub.app als Homepage.

Diese Selbstbeschreibung ist zu lesen als Profil einer Infrastruktur, nicht einer Endbenutzer-Anwendung. RSSHub erzeugt Feeds für Quellen, die selbst keinen RSS-Ausgang haben; der Wert liegt im Netz aus Instanzen und im Fundus an Routen, den die Community pflegt.

Der Vertrieb: Docker-Image und npm-Paket

Das Repository verweist auf zwei vorgefertigte Bezugswege: ein Docker-Image unter hub.docker.com/r/diygod/rsshub und ein npm-Paket namens rsshub. Beide sind als Badges im Kopf der README verlinkt, ohne dass die README selbst Installationsbefehle ausschreibt.

Konkrete Deploy-Anleitungen liegen laut README unter docs.rsshub.app/deploy/, der Einstieg für Beitragende unter docs.rsshub.app/joinus/. Das ist eine bewusste Trennung: das Repository hält den Code und die Lizenz, die Dokumentationsseite hält den Betriebsteil. Wer RSSHub selbst betreiben will, startet daher bei der Doku, nicht beim README, und prüft dort, welche Laufzeitumgebung und welche Konfiguration die eigene Instanz braucht.

Radar-Werkzeuge: Feeds auf der aktuellen Seite finden

Um das Projekt gruppieren sich laut README vier Erkennungs-Werkzeuge. RSSHub Radar ist eine Browsererweiterung, die auf der gerade besuchten Seite RSS- und RSSHub-Feeds entdecken und abonnieren hilft. RSSBud ist die iOS-Variante, die laut Beschreibung für das mobile Ökosystem optimiert ist; RSSAid ist das Android-Gegenstück, gebaut mit Flutter. DocSearch verbindet die RSSHub-Dokumentensuche mit dem Launcher Raycast.

Diese Werkzeuge lösen das praktische Problem, das ohne sie den Einsatz bremst: man muss die passende Route zu einer Website kennen, bevor man sie abonnieren kann. Wer RSSHub allein über die Doku bedient, tastet sich durch Routenlisten; mit Radar läuft dieselbe Suche im Browser oder auf dem Telefon.

Folo und die Leserseite des Netzwerks

Die README nennt Folo als Begleitprojekt, einen KI-gestützten RSS-Reader, der laut Beschreibung besonders gut mit RSSHub zusammenspielt, für Feed-Entdeckung und moderne Leseworkflows. Der Quellcode liegt offen auf GitHub unter RSSNext/Folo. Folo wird mit eigener Box direkt über dem Introduction-Abschnitt hervorgehoben, was es vom übrigen Listenplatz abhebt.

Für den Nutzer ergibt sich daraus ein Paket: RSSHub erzeugt die Feeds, die Radar-Tools finden die Routen, Folo bündelt das Lesen. Alle drei Ebenen sind getrennte Projekte, und nichts davon ist technisch aneinander gebunden; wer einen anderen Reader nutzt, verliert nichts am Feed-Ausgang von RSSHub.

Community-Betrieb: Routen, Pull Requests und Kanäle

Der Beitragsabschnitt der README ist kurz: alle Pull Requests sind willkommen, Vorschläge und Feedback laufen über die Issues unter github.com/DIYgod/RSSHub/issues, als Einstieg wird der Quick Start unter docs.rsshub.app/joinus/ genannt. Autorenliste, Sponsor-Logos und Kanäle komplettieren das Bild; genannt sind Telegram-Gruppen, ein Telegram-Kanal und ein X-Profil, die Finanzierung läuft laut README über Sponsoren unter DIYgod/sponsors.

Für die Praxis heißt das: der Nutzen einer RSSHub-Instanz hängt am Stand der Routen. Fällt eine Quellwebsite ihr Layout um, braucht die zugehörige Route eine Korrektur, die von Beitragenden kommt. Wer eine Route für eine eigene Quelle braucht, kann sie selbst beisteuern, statt auf Wartung zu warten.

Lizenz AGPL-3.0 und was sie für Betreiber heißt

RSSHub steht laut README unter AGPL-3.0, veröffentlicht von DIYgod, mit Logodesign von sheldonrrr. Die AGPL geht über die klassische GPL hinaus: Wer eine modifizierte Version als Netzwerkdienst anbietet, muss die Quelle dieser Version den Nutzern zugänglich machen, nicht nur bei Verbreitung von Binärdateien.

Für den üblichen Fall, eine unveränderte Instanz für sich oder die eigene Gruppe zu betreiben, ändert das nichts am Alltag. Relevant wird es, wenn eine Organisation RSSHub um eigene Routen erweitert und diese Instanz öffentlich betreibt: dann verlangt die Lizenz die Freigabe der eigenen Änderungen. Wer das ausschließen will, trägt eigene Routen als separate Beiträge in das offizielle Repository zurück.

Einordnung: Stärken und Grenzen der Infrastruktur

Die Stärke von RSSHub liegt in der Menge geparster Quellen und im Ökosystem, das Finding, Lesen und Betrieb abdeckt. Die Grenzen stehen in derselben README: keine Angaben zu Betriebsanforderungen, keine Releases im Repository, keine Garantie, dass eine bestimmte Route einer bestimmten Website aktuell funktioniert. Die Zahl der Instanzen und Inhalte ist eine Selbstangabe des Projekts.

Wer das Projekt bewerten will, macht am besten einen konkreten Test: die eigene Zielwebsite bei RSSHub Radar einwerfen, prüfen, ob eine Route existiert, und sie gegen die eigene Instanz aus docs.rsshub.app/deploy/ laufen lassen. Schlägt die Route fehl, zeigt der Issues-Bereich, ob die Community sie bereits behandelt.

Redaktionelles Fazit

RSSHub passt für Leser, die Quellen ohne eigene Feeds in ihrem Reader abonnieren wollen, und für Selbsthoster, die eine eigene Instanz kontrollieren möchten. Es passt nicht, wer eine fertige Desktop-Anwendung erwartet, denn das Projekt ist eine Feed-Infrastruktur. Vor dem Einsatz sollte man docs.rsshub.app/deploy/ durchsehen und prüfen, ob die eigene Instanz die nötigen Netzwerkpfade erreichen kann.

Offizielle Quellen

  1. Official documentation
  2. Official README
  3. Project repository
Community-Notizen

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