Open-Source-Projekt
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Plezy im Detail: Der Flutter-Client, der Plex, Jellyfin und Emby auf Desktop, Handy und Fernseher vereint

Moderner plattformübergreifender Plex- und Jellyfin-Client, erstellt mit Flutter. Danksagungen: Gebaut mit Flutter, unterstützt Plex Media Server und Jellyfin Playback, unterstützt von mpv, MPVKit, Android ExoPlayer, libass-android und libmpv-android.

3.457 Sterne318 ForksDartGPL-3.0

Auf einen Blick

Was ist das?
Plezy ist ein in Dart und Flutter gebauter Mediacient fuer Plex, Jellyfin und Emby mit Wiedergabe ueber mpv und ExoPlayer. Der Beitrag ordnet Wiedergabefunktionen, Musik, Live-TV, Downloads und den Bezugsweg ein.
Für wen ist es gedacht?
Plezy passt fuer Haushalte, die mehrere Mediaserver parallel betreiben und eine einzige Oberflaeche fuer Desktop, Mobilgeraet und Fernseher suchen. Wer einzelne Plattform-Extras wie Dolby Vision oder mpv-Shader nutzt, sollte die Fussnoten des README zur Geraeteunterstuetzung pruefen, denn nicht jede Funktion laeuft auf jeder Plattform gleich.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja, unter Bedingungen. GPL-3.0 ist eine Copyleft-Lizenz: Wenn Sie Software weitergeben, die sie enthält, müssen Sie deren Quellcode unter derselben Lizenz veröffentlichen. Wer sie nur intern betreibt, ohne sie weiterzugeben, löst diese Pflicht nicht aus.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Das Repository hat innerhalb des letzten Tages neue Commits erhalten.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich Dart, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

Ein Client fuer drei Mediaserver: Die Mehrserver-Architektur von Plezy

Plezy beschreibt sich als moderner Client fuer Plex, Jellyfin und Emby auf Desktop, Mobilgeraet und Fernseher, gebaut mit Flutter fuer native Leistung und eine aufgeraumte Oberflaeche. Der auffaelligste Baustein ist die Serverzusammenfuehrung: Mehrere Plex-, Jellyfin- und Emby-Server laufen gleichzeitig nebeneinander, die Suche greift ueber alle verbundenen Instanzen, und im Explore-Bereich werden Katalogtitel ueber externe Kennungen auf die eigenen Bibliotheken zurueckgematcht.

Damit loest das Projekt ein typisches Mehrfachinstallation-Problem: In vielen Haushalten existieren nach Umzuegen oder Erweiterungen zwei oder drei Mediaserver, die sonst jeweils eine eigene App benoetigen. Plezy vereint Bibliotheken, Sammlungen und Playlists fuer Bild und Ton, bietet einen Discover-Bereich mit Continue Watching, Next Up, Trends und Empfehlungen, Filter, Sortierung und Sprungnavigation nach Alphabet. Metadaten und Grafiken lassen sich in der App bearbeiten, Einstellungen importieren und exportieren. Die Projektmetadaten zeigen 3328 Sterne, 288 Forks und 208 offene Issues, Projektsprache ist Dart.

Wiedergabetechnik von Plezy: HEVC, AV1, Transcode-Vorgaben und Untertitel

Die Wiedergabeschicht unterstuetzt breite Codecauswahl, darunter HEVC, AV1 und VP9, sowie HDR und Dolby Vision. Ein Direct Play liefert die Originaldaten ungeaendert aus; wo die Hardware nicht mitspielt, stehen Transcode-Vorgaben von 240p mit 320 kbps bis 1080p mit 20 Mbps bereit. Bei Titeln mit mehreren Fassungen laesst sich die Version wechseln, mit Dateidetails je Fassung; ein Info-Blatt listet jede Version, Datei und jeden Stream, die der Server meldet.

Bei den Untertiteln ist die volle ASS- und SSA-Unterstuetzung mit anpassbarem Stil hervorzuheben, ergaenzt um Online-Suche und Download von Texten. Praktische Regler runden das Bild ab: Wiedergabegeschwindigkeit von 0,25x bis 8x, ein Audio-Synchronversatz, ein Sleep-Timer mit festen Zeiten oder Videoende, Bildzoom von 50 bis 200 Prozent per Geste, Vorgabe oder Tastenkombination, Kapitelnavigation mit Vorschaubildern, automatisches Weiterschalten der naechsten Folge mit Skip Intro und Skip Credits sowie Fortschrittssynchronisation und Wiederaufnahme. Technisch ruht die Wiedergabe auf mpv, MPVKit, Android ExoPlayer, libass-android und libmpv-android.

Plattform-Vorbehalte laut README: Dolby Vision, mpv-Shader und Bild-in-Bild

Das README haelt in Fussnoten genau fest, welche Funktion auf welcher Plattform gilt, und das ist fuer die Auswahl entscheidend: Der HDR-Schalter existiert innerhalb der App auf Windows, macOS, iOS, tvOS und Linux, wobei Linux einen farbverwalteten Wayland-Compositor voraussetzt; Dolby Vision laeuft auf Android und Apple TV. Ambient-Beleuchtung und GLSL-Shader-Vorgaben benoetigen das mpv-Backend und sind daher auf iOS und tvOS nicht verfuegbar, waehrend Android standardmaessig auf ExoPlayer laeuft.

Bild-in-Bild gibt es auf Android, iOS und macOS, nicht auf Android TV und Apple TV. Die Anpassung der Bildwiederholrate gilt fuer Windows, Android und tvOS. Der externe Player-Aufruf an VLC oder MX Player mit Rueckschreiben des Fortschritts gehoert ebenfalls zum Angebot. Diese Ehrlichkeit in den Details hilft bei der Erwartungssteuerung: Wer eine bestimmte Kombination, etwa Dolby Vision auf einem Android-Fernseher oder Shader auf einem iPhone, braucht, findet die Antwort direkt im README, statt sie im Betrieb zu entdecken.

Musikbibliothek und Live-TV: Lueckenlose Wiedergabe, EPG und DVR-Aufnahmen

Neben Video deckt Plezy Musik ab. Bibliotheken lassen sich nach Kuenstler, Album und Titel durchstoebern, mit quadratischen Grafiken; Album- und Kuenstlerseiten bieten Abspielen, Zufallswiedergabe und Instant Mix. Die Wiedergabe ist lueckenlos mit einer vollstaendigen Wiedergabeliste, die sich neu ordern, entfernen und ergaenzen laesst; dazu kommen ein Now-Playing-Bereich mit synchronisierten Liedtexten, ein dauerhafter Mini-Player, Hintergrundwiedergabe mit Sperrbildschirm- und Medientasten-Steuerung sowie Offline-Wiedergabe geladener Alben. Qualitaetsvorgaben reichen von Original ueber 320 bis zu 128 kbps.

Live TV folgt als eigener Bereich: Kanalwechsel, Favoriten, ein EPG-Programmfuehrer mit laufenden Sendungen und Einzelterminen, DVR-Aufnahmeregeln, geplante Aufnahmen und eine Zielbibliothek fuer Aufnahmen. Wo verfuegbar, unterstuetzt die App Live-TV ueber mehrere Server gleichzeitig. Der Download-Bereich ergaenzt beides: Filme, Serien und Musik lassen sich fuer offline nutzen, mit Hintergrundwarteschlange, Pause und Fortsetzung, automatischen Sync-Regeln je Serie samt Option fuer Specials und einem Offline-Zustand, der sich bei Wiederverbindung zuruecksynchronisiert.

Zusammen schauen und Dienste: Watch Together, Trakt, Discord und Plezy Remote

Watch Together synchronisiert die Wiedergabe mit Freunden in Echtzeit, inklusive gemeinsamer Play-, Pause- und Suchvorgaenge. Als Dienste anbindbar sind Trakt, MyAnimeList, AniList und Simkl fuer Bewertungen, Synchronisation des Gesehenen und Echtzeit-Scrobbeln; der Explore-Bereich zieht Trend- und Empfehlungszeilen aus Plex Discover, Trakt und den Anime-Diensten sowie Anfragen aus Seerr, wo sich Filme und Serien je Staffel, in 4K oder mit erweiterten Zielen anfordern lassen. Voraussetzung ist laut README die Verbindung des Dienstes unter Einstellungen, dann Services.

Auf Integrationsebene gibt es Discord Rich Presence fuer den Desktop, die Plezy-Remote-App zur Steuerung von Desktop und Fernseher vom Mobilgeraet sowie die Watch-Next-Zeile und das tvOS Top Shelf. Fuer Profilen lassen sich je Profil eigene Downloads, Sehensstatus und Einstellungen pflegen, beim Plex Home erfolgt der Wechsel mit PIN; bei Jellyfin ermoeglicht Quick Connect die Anmeldung, und lokale Server werden automatisch gefunden. Die Oberflaeche ist in Englisch plus 21 Uebersetzungen lokalisiert.

Bezug und Installation: pacman, winget, brew cask und die Downloads von Plezy

Plezy wird ueber mehrere Kanaele verteilt. Im App Store fuehrt die Kennung id6754315964 zur iOS-Fassung, Google Play listet das Paket com.edde746.plezy, zusaetzlich existieren Amazon- und Microsoft-Store-Eintraege. Fuer Linux liegen DMG- beziehungsweise deb-, rpm-, pkg.tar.zst- und portable tar.gz-Pakete fuer x64 und arm64 in den Releases bereit.

Die Paketmanager-Wege lauten im Einzelnen: unter Arch Linux sudo pacman -S plezy aus dem offiziellen extra-Repository, unter Windows winget install edde746.Plezy, unter macOS der Homebrew-Cask nach dem Befehl brew tap edde746/plezy https://github.com/edde746/plezy gefolgt von brew install --cask plezy, und im Nix-Umfeld ein Community-Paket. Bedienbar ist die App mit D-Pad, Tastatur und Gamepad, Tastenkombinationen lassen sich anpassen, und auf dem Desktop erzwingt eine Option den TV-Modus mit Kachelgrafik oder Ecken-Spotlight. Die Release-Historie zeigt ein hohes Tempo: 2.16.0 am 19. August 2026, 2.17.0 am 24. August 2026 und 2.17.1 am selben spaeteren Tag, lizenziert unter GPL-3.0.

Redaktionelles Fazit

Plezy passt fuer Haushalte, die mehrere Mediaserver parallel betreiben und eine einzige Oberflaeche fuer Desktop, Mobilgeraet und Fernseher suchen. Wer einzelne Plattform-Extras wie Dolby Vision oder mpv-Shader nutzt, sollte die Fussnoten des README zur Geraeteunterstuetzung pruefen, denn nicht jede Funktion laeuft auf jeder Plattform gleich.

Offizielle Quellen

  1. Official documentation
  2. Official README
  3. Project repository
  4. Release notes
Community-Notizen

Community-Notizen