Fossify Messages: SMS- und MMS-Verwaltung unter Android ohne Werbung
Eine einfache und schnelle Möglichkeit, SMS- und MMS-Nachrichten ohne Werbung zu verwalten.
Auf einen Blick
- Was ist das?
- Fossify Messages ist eine quelloffene Messaging-App für Android, die SMS und MMS ohne Werbung verwaltet. Der Text prüft, was das README zu Blockierung, Backup und Datenschutz verspricht, und wo es schweigt.
- Für wen ist es gedacht?
- Fossify Messages passt für Android-Nutzer, die eine werbefreie SMS- und MMS-App mit lokalem Backup suchen und bereit sind, Selbstauskünfte des README am Quellcode nachzuprüfen. Ungeeignet ist es, wenn verschlüsselte Chats, Cloud-Synchronisierung oder ein Serverbetrieb gebraucht werden; dafür nennt das README keine Funktion.
- Darf ich es kommerziell nutzen?
- Ja, unter Bedingungen. GPL-3.0 ist eine Copyleft-Lizenz: Wenn Sie Software weitergeben, die sie enthält, müssen Sie deren Quellcode unter derselben Lizenz veröffentlichen. Wer sie nur intern betreibt, ohne sie weiterzugeben, löst diese Pflicht nicht aus.
- Wird es noch gepflegt?
- Ja. Die letzten Commits kamen vor 1 Tag.
- In welcher Sprache ist es geschrieben?
- Hauptsächlich Kotlin, laut der Sprachstatistik von GitHub.
Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.
TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE
SMS und MMS unter Android ohne Werbung und ohne Store-Zwang
Fossify Messages ist eine Messaging-App für Android, die laut Projektbeschreibung eine einfache und schnelle Verwaltung von SMS und MMS ohne Werbung bietet. Ausgeliefert wird sie über drei Kanäle: Google Play, das F-Droid-Paket org.fossify.messages und das IzzyOnDroid-Repository. Wer kein Store-Konto nutzen will, greift zu F-Droid oder IzzyOnDroid.
Die Kernfunktionen sind klassisch: Einzel- und Gruppenkommunikation über SMS und MMS, Versand von Fotos, Emojis und Schnellgrüßen. Ein Serverbetrieb existiert nicht, SMS und MMS laufen über das Mobilfunknetz des Geräts. Das Projekt positioniert sich damit gegen vorinstallierte Messaging-Apps der Hersteller, die häufig Werbung einblenden oder an eigene Dienste gebunden sind.
Blockierung über Nummern, unbekannte Kontakte und Schlüsselwörter
Der Blockierabsatz des README listet drei Ebenen auf: Nummern blockieren, auch aus unbekannten Kontakten, blockierte Nummern exportieren und importieren, und Nachrichten mit bestimmten Wörtern oder Phrasen gar nicht erst in den Posteingang lassen. Die Schlüsselwortfilterung richtet sich an Nutzer, die Spamwellen über bestimmte Begriffe reduzieren wollen.
Der Export der Sperrliste löst ein praktisches Problem beim Gerätewechsel: Blockierregeln wandern mit, statt neu gepflegt zu werden. Wie genau der Filter matcht, etwa als Teilstring oder als Ganzwort, sagt das README nicht; das zeigt sich erst in der App selbst.
Nachrichten-Backup per Export und Import für den Gerätewechsel
Fossify Messages behandelt Backup als Export und Import der Nachrichten. Das README empfiehlt die Funktion ausdrücklich für den Wechsel auf ein neues Gerät, damit Konversationen nicht verloren gehen. Der Ansatz bleibt dateibasiert und lokal; eine Cloud-Anbindung wird im README nicht beschrieben.
Das ist bewusst schlicht: SMS liegen ohnehin auf dem Gerät, der Export schreibt sie in eine übertragbare Form. Wer automatische, geplante Sicherungen erwartet, findet dazu im README keine Angabe; beschrieben ist nur der manuelle Weg über Export und Import.
Lockscreen-Regeln und der angegebene Verzicht auf Internetverbindungen
Unter dem Stichpunkt Datenschutz nennt das README zwei Hebel: Die App erlaubt einzustellen, was auf dem Sperrbildschirm erscheint, ob nur der Absender, der Inhalt oder gar nichts. Außerdem arbeite sie ohne Internetverbindung, verzichte auf Werbung und fordere keine unnötigen Berechtigungen an.
Diese Punkte sind Selbstauskunft des Projekts. Prüfen lässt sich das am Quellcode, den das Projekt als vollständig offen bezeichnet: Wer nachvollziehen will, welche Rechte die App tatsächlich anfordert, sieht sich im Repository an, welche Berechtigungen das Manifest deklariert, und vergleicht sie mit dem eigenen Nutzungsprofil.
Material Design, Dark Theme und die Angabe zur kleinen App-Größe
Zur Oberfläche nennt das README Material Design und eine Dark-Theme-Option. Die Suche innerhalb der Konversationen soll das Durchscrollen langer Verläufe ersetzen; zur Implementierung oder zu Indizes gibt es keine weiteren Details.
Die Aussage zur geringen App-Größe bleibt werbenah: Eine Zahl nennt das README nicht, und die Größe ändert sich mit jedem Release. Messbar ist der Wert erst nach dem Download aus F-Droid oder Google Play, nicht anhand der Projektbeschreibung.
Drei Releases in zehn Tagen: 1.8.1, 1.9.0 und 1.9.1
Der Releasetakt ist dicht: 1.8.1 erschien am 9. Juli 2026, 1.9.0 am 12. Juli 2026 und 1.9.1 am 19. Juli 2026. Der Standardbranch main wurde zuletzt am Tag von 1.9.1 gepusht. Das spricht für aktive Pflege, sagt aber nichts über den Inhalt der Änderungen.
Auffällig ist der Sprung von 1.8.1 auf 1.9.0 innerhalb von drei Tagen; was darin geändert wurde, listet die Release-Seite auf GitHub. Eine Update-Richtlinie oder eine Mindest-Android-Version nennt das README nicht; beide Punkte gehören vor der Installation geklärt, etwa über die Store-Eintragung.
GPL-3.0 und die Fossify-App-Familie mit Reddit und Telegram
Die Metadaten weisen die Lizenz GPL-3.0 aus. Die Copyleft-Bedingungen greifen, wer die App verändert und verbreitet: Der abgeleitete Code fällt dann ebenfalls unter die GPL-3.0. Für die private Nutzung auf dem eigenen Gerät ändert das nichts; für einen Fork im Play Store bedeutet es die Pflicht zur Offenlegung des Quellcodes. Das ist eine Einordnung der Lizenz, keine Rechtsberatung.
Fossify Messages ist Teil einer größeren App-Familie, die unter fossify.org gelistet ist. Community-Kanäle sind das Subreddit r/Fossify und die Telegram-Gruppe t.me/Fossify. Fragen zu Berechtigungen oder Gerätekompatibilität lassen sich dort oder in den GitHub-Issues direkt an die Maintainer richten.
Redaktionelles Fazit
Fossify Messages passt für Android-Nutzer, die eine werbefreie SMS- und MMS-App mit lokalem Backup suchen und bereit sind, Selbstauskünfte des README am Quellcode nachzuprüfen. Ungeeignet ist es, wenn verschlüsselte Chats, Cloud-Synchronisierung oder ein Serverbetrieb gebraucht werden; dafür nennt das README keine Funktion. Vor der Installation lohnt der Blick auf das F-Droid-Paket org.fossify.messages und auf die Release Notes zu 1.9.1, um die geforderten Berechtigungen gegen die eigene Android-Version abzugleichen.
Community-Notizen