XMage: Java-Regel-Engine für Magic mit über 32 000 Karten
XMage – Magic, eine weitere Spiel-Engine. XMage, Magic, eine andere Game Engine Mit XMage können Sie Magic gegen einen oder mehrere Online-Spieler oder Computergegner spielen.
Auf einen Blick
- Was ist das?
- XMage von magefree ist eine vollständige Regel-Engine für Magic: The Gathering, die gegen menschliche Gegner oder KI funktioniert, online oder auf einem eigenen Server. Java-basiert, MIT-lizenziert, mit Dutzenden Formaten und Turnier-Modi.
- Für wen ist es gedacht?
- XMage passt für Magic-Spieler, die ein regelgetriebenes Erlebnis gegen KI oder Freunde suchen, ohne eigene Karten zu besitzen. Launcher und Server laufen lokal als Java-Anwendung, öffentliche Instanzen ergänzen das Angebot.
- Darf ich es kommerziell nutzen?
- Ja. MIT ist eine freizügige Lizenz: Sie dürfen darauf aufbauende Software nutzen, verändern und verkaufen, solange Sie die Urheberrechts- und Lizenzhinweise beibehalten.
- Wird es noch gepflegt?
- Ja. Die letzten Commits kamen vor 1 Tag.
- In welcher Sprache ist es geschrieben?
- Hauptsächlich Java, laut der Sprachstatistik von GitHub.
Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 14. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.
TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE
XMage: eine Regel-Engine für Magic gegen Mensch oder KI
XMage steht für Magic, Another Game Engine. Es ist eine regelausführende Engine für Magic: The Gathering, die laut README gegen andere Spieler oder Computer-KI funktioniert, online oder auf einem eigenen Server. Das Projekt ist in Java geschrieben, die Metadaten weisen MIT als Lizenz aus. Am Tag der Analyse stehen 2342 Sterne und 931 Forks im Repositorium, der Standardzweig heißt master; die jüngsten Releases tragen Namen wie xmage_1.4.61V1.
Ein Merkmal des Konzepts: Alle Regeln und verdeckten Informationen werden serverseitig erzwungen, damit Clients nie Daten sehen, die ihnen nicht zustehen. Das README nennt diese Ausrichtung cheat-proof by design und grenzt XMage damit von simplen Tabletop-Implementierungen ab.
Kartenumfang: 32 000 Karten und benutzerdefinierte Sets
Der Kartenumfang ist das sichtbarste Merkmal. Laut README unterstützt XMage über 32 000 einzigartige Karten und mehr als 91 000 Nachdrucke aus offiziellen Serien, dazu benutzerdefinierte Sets wie Star Wars. Solche Zahlen wachsen mit jedem Serien-Zyklus; sie sind Selbstauskünfte des Projekts und keine unabhängige Messung.
Für die Qualität führt die Dokumentation rund 9000 Unit-Tests mit etwa 80 Prozent Abdeckung an. Auch diese Angabe ist eine Selbstauskunft aus dem README und beschreibt den Teststand des Projekts, nicht einen garantierten Zustand einer beliebigen Installation.
Spielformen: Duell, Commander und Turniere
Die Spielformen reichen vom Duell bis zum Turnier. Zwei-Spieler-Duelle und Mehrspieler-Partien mit bis zu 10 Spielern gehören dazu, etwa Commander; Standard, Historic, Oathbreaker, Cube, Tiny Leaders und Super Standard werden im README genannt. Neben Einzelspielen stehen Drafts und Turniere mit Sideboarding bereit, dazu ein auf Glicko basierendes Spielerwertungssystem.
Turniere unterstützen laut README K.o.- und Schweizer-Systeme mit bis zu 16 Spielern. Ein besonderer Testmodus auf dem lokalen Server erlaubt, Combos und Spielsituationen mit vordefinierten Bedingungen einzurichten, was für Deck-Entwicklung und Regelpräzision praktisch ist.
Installation: Java 8, Launcher und Ordnerwahl
Die Installation läuft über xmage.today: Dateien herunterladen und den Installationsanweisungen folgen. Java 8 oder neuer wird zum Starten des Launchers benötigt. Als empfohlene Ablage nennt das README den Ordner `D:\games\xmage` und rät von Program Files und Download-Ordnern ab. Wer gegen KI spielen will, startet über den Launcher die Server-App und verbindet sich über localhost.
Launcher und Server sind damit zwei getrennte Komponenten. Der Client allein reicht nicht aus, wenn Computer-Gegner aktiv sein sollen; das README verweist für private oder öffentliche Server und für Entwickler-Einstiege auf das Wiki.
Serverbetrieb: lokal für Freunde oder in der Community
Es gibt öffentliche Server, und man kann einen eigenen Server betreiben, vollständig offline ohne Internetverbindung. Auf xmage.today steht eine offizielle Instanz; das README weist darauf hin, dass die Serverseite xmage.today/servers/ vorübergehend außer Betrieb ist. Solche Statusangaben ändern sich schnell und sollten auf der Seite selbst geprüft werden.
Als Community-Anlaufstellen nennt das README die GitHub-Issues, eine Reddit-Gruppe, einen Discord-Kanal und eine Nachrichtenseite für Neuigkeiten. Wer einen eigenen Server aufsetzt, findet im Wiki die ausführlichen Schritte.
Leistung: Java-Flags für Speicher und Darstellung
Bei Leistungsproblemen empfiehlt das README, den maximalen Speicher des Clients zu erhöhen: im Launcher unter Settings, dann Java-Tab, ein Flag wie `-Xmx3000m` in das Feld für Client-Java-Optionen setzen. Empfohlen sind 2000m für 1080p und 3000m für 4k-Desktops; mehr als 5 GB Speicher helfen laut Dokument nicht weiter. Bei vielen KI-Spielen sollte die Server-Java-Option denselben Wert bekommen.
Das Flag ändert die Java-Laufzeit und ist kein Allheilmittel. Die README selbst warnt, dass mehr Speicher keine garantiert bessere Leistung bringt; wer trotzdem ruckelt, sucht in den verlinkten FAQ-Issues nach plattformspezifischen Hinweisen.
Fehlerbehebung über die FAQ-Issues
Die Fehlerbehebung sammelt sich in GitHub Issues mit dem Label FAQ. Das README verlinkt bekannte Probleme: Einfrieren beim Start, fehlgeschlagene Bild-Downloads, fehlenden Text im Launcher, GUI-Artefakte unter Windows und macOS sowie Issues zu Apple-Silicon-Rechnern, etwa dem Start auf M1/M2. Jede dieser Stellen führt zu konkreten Kommentaren mit Fix-Vorschlägen.
Für Linux nennt das README Probleme auf nicht standardisierten Systemen wie Raspberry Pi sowie Darstellungs-Artefakte. Wer auf einer solchen Plattform sitzt, findet dort die direkten Verweise, statt selbst in Foren zu suchen.
Lizenz, Entwicklung und Einordnung
Das Wiki deckt die Entwickler-Dokumentation ab: Einrichtung der Umgebung, Testwerkzeuge, Arbeitsablauf und HOWTO-Anleitungen. Die Fackel-Icons der Website stammen laut README von Freepik über Flaticon. Die Repositoriums-Metadaten weisen MIT als Lizenz aus; wer die Bedingungen genau lesen will, öffnet die LICENSE-Datei des Repositoriums und verlässt sich nicht allein auf die Kurzangabe.
XMage ist ein umfangreiches Projekt mit eigener Server-Komponente. Für den Einstieg zählen die dokumentierten Schritte: Launcher herunterladen, Server-App starten, Verbindung über localhost, bei Bedarf ein Java-Flag setzen. Ob die eigene Hardware und die gewünschte Spielweise passen, zeigt ein erster Test mit einer lokalen Server-Instanz.
Redaktionelles Fazit
XMage passt für Magic-Spieler, die ein regelgetriebenes Erlebnis gegen KI oder Freunde suchen, ohne eigene Karten zu besitzen. Launcher und Server laufen lokal als Java-Anwendung, öffentliche Instanzen ergänzen das Angebot. Vor dem Start sind Java 8 oder neuer sowie die Server-App für KI-Gegner nötig; bei Leistungsproblemen setzt man laut README im Launcher ein Flag wie `-Xmx3000m`. Geprüft werden sollte vor allem, ob die gewünschten Karten und Formate abgedeckt sind.
Community-Notizen