Matomo: selbst gehostete Web-Analytik mit eigenem Datenbestand
Menschen ethisch stärken, Matomo stellt ein! Machen Sie mit Matomo ist die führende Open-Source-Alternative zu Google Analytics und bietet Ihnen vollständige Kontrolle und integrierten Datenschutz. Sammeln, visualisieren und analysieren Sie ganz einfach Daten von Websites und Apps. Star uns auf GitHub, Pull Requests willkommen!
Auf einen Blick
- Was ist das?
- Matomo ist eine quelloffene Analytics-Plattform auf PHP- und MySQL-Basis, die auf dem eigenen Server installiert wird und mit einem JavaScript-Tag Daten von Websites und Apps erfasst. Das README nennt Installation, Anforderungen und eine eigene API.
- Für wen ist es gedacht?
- Matomo passt für Betreiber, die Tracking-Daten in eigener Datenbank behalten und eine freie Alternative zu Google Analytics aufbauen wollen; zu erwarten sind Serverbetrieb und Wartung einer eigenen Installation. Vor der Einrichtung sind die aktuellen Anforderungen zu prüfen: PHP 8.1.0 oder neuer, MySQL 8.0 beziehungsweise MariaDB 10.6 und die PHP-Erweiterungen pdo/pdo_mysql oder MySQLi.
- Darf ich es kommerziell nutzen?
- Ja, unter Bedingungen. GPL-3.0 ist eine Copyleft-Lizenz: Wenn Sie Software weitergeben, die sie enthält, müssen Sie deren Quellcode unter derselben Lizenz veröffentlichen. Wer sie nur intern betreibt, ohne sie weiterzugeben, löst diese Pflicht nicht aus.
- Wird es noch gepflegt?
- Ja. Das Repository hat innerhalb des letzten Tages neue Commits erhalten.
- In welcher Sprache ist es geschrieben?
- Hauptsächlich PHP, laut der Sprachstatistik von GitHub.
Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.
TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE
Was Matomo nach eigener Beschreibung ist
Das README stellt Matomo als führende freie und quelloffene Analytics-Plattform dar, geschrieben in PHP und auf MySQL aufbauend. Die Software wird heruntergeladen und auf dem eigenen Webserver installiert, womit die Daten in der eigenen Datenbank landen. Als Ziel nennt das Projekt eine freie Alternative zu Google Analytics.
Die Reichweitenangabe aus dem README lautet auf mehr als 1.400.000 Websites. Das ist eine Selbstauskunft des Projekts, kein unabhängig geprüfter Wert. Die im README zitierte Mission will Nutzern volle Kontrolle über ihre Daten geben, und der erklärte Zweck wird mit ethischer Stärkung von Menschen umschrieben.
Wie diese Zielsetzung gemessen wird, steht dort nicht. Die Beschreibung bleibt auf der Ebene von Absichten und Rahmenbedingungen.
Installationsweg laut README und der JavaScript-Tag
Das README skizziert den Einstieg in kurzen Schritten: Matomo von matomo.org/download herunterladen, auf den Webserver hochladen, mit dem Browser in das Verzeichnis gehen, den Installationsschritten folgen. Am Ende erhält man einen JavaScript-Code, der in die zu trackenden Seiten eingefügt wird. Danach stehen Berichte in Echtzeit bereit.
Die Installationszeit beziffert das README auf etwa fünf Minuten. Genannte Voraussetzungen sind PHP 8.1.0 oder höher, MySQL 8.0 oder höher beziehungsweise MariaDB 10.6 oder höher, und entweder die PHP-Erweiterungen pdo und pdo_mysql oder die Erweiterung MySQLi. Matomo wird als betriebssystem- und serverunabhängig beschrieben, Details verweist das README an matomo.org/docs/requirements.
Ein Plugin namens VisitorGenerator kann Dummy-Daten für Experimente erzeugen. Für alle, die keinen eigenen Server wollen oder haben, nennt das README einen Cloud-Dienst mit 21 Tagen kostenloser Testphase und eine Online-Demo unter demo.matomo.cloud.
Datenbesitz, Plugin-Architektur und Analysefunktionen
Der zentrale Unterschied zu gehosteten Diensten ist laut README der Datenbesitz: Weil Matomo auf dem eigenen Server läuft, werden die Statistiken in der eigenen Datenbank gespeichert und über die Matomo Analytics API abrufbar gemacht. Die Oberfläche lässt sich mit Dashboards und Drag-and-Drop-Widgets anpassen.
Die Funktionen sind als Plugins gebaut. Nutzer können Features ergänzen oder nicht benötigte entfernen und eigene Plugins entwickeln. Das README listet erweiterte Fähigkeiten wie E-Commerce-Tracking, Ziel- und Kampagnen-Tracking, benutzerdefinierte Variablen, E-Mail-Berichte, einen Segment-Editor, Geolokalisierung sowie Echtzeit-Besuche mit Karten.
Eine Detailbewertung der einzelnen Funktionen gegenüber Google Analytics nimmt das README nicht vor. Auch die Zahl von mehr als 200.000 aktiven Nutzern ist eine Projektangabe ohne unabhängige Bestätigung.
Entwicklungsumgebung, Qualitätssicherung und Übersetzungen
Für Entwickler empfiehlt das README die Installation aus dem Git-Repository. Damit erhält man Zugriff auf eine DDEV-Umgebung, deren Details im DDEV-README beschrieben sind. Der Entwicklungsweg unterscheidet sich also bewusst vom Paket-Download für den Betrieb.
Die Qualitätssicherung beschreibt das Projekt als tausende Unit-Tests und hunderte automatisierte Integrations-, System-, JavaScript- und Screenshot-UI-Tests, die auf einem CI-Server laufen. BrowserStack kommt für die Browserkompatibilität der Oberfläche zum Einsatz.
Übersetzungen werden über Weblate verwaltet. Für Änderungen verweist das README auf matomo.org/changelog für geschlossene Tickets und auf developer.matomo.org/changelog für technische Änderungen. Konkrete Testabdeckungszahlen nennt es nicht.
Supportwege und gehostete Alternativen laut README
Das README unterscheidet zwei Support-Stufen. Kostenlose Hilfe gibt es über das Community-Forum unter forum.matomo.org, professionelle Unterstützung wird als Matomo-On-Premise-Supportplan verkauft. Reaktionszeiten oder Service-Level-Zusagen sind für keine der beiden Stufen dokumentiert.
Für Betreiber ohne eigene Infrastruktur gibt es den Matomo-Cloud-Dienst mit einer 21-tägigen Testphase. Das README verlinkt zusätzlich eine Online-Demo als Einstiegspunkt, bevor man eine Installation übernimmt.
Eine Vergleichbarkeit der Supportqualität zwischen Forum, kostenpflichtigem Plan und Cloud-Angebot lässt sich aus dem README nicht ableiten. Wer auf verlässliche Reaktionszeiten angewiesen ist, sollte diese separat erfragen.
Sicherheitspraktiken, wie das README sie beschreibt
Das README erklärt Sicherheit zur hohen Priorität des Projekts. Potenzielle Probleme würden validiert, gepatcht und so schnell wie möglich veröffentlicht. Außerdem existiere ein Bug-Bounty-Programm, das Forscher für die Meldung von Schwachstellen belohnt, mit Verweisen auf matomo.org/security und ein Programm bei HackerOne.
Diese Aussagen sind Selbstbeschreibungen, keine unabhängigen Sicherheitsbewertungen. Konkrete Patch-Fristen, vergangene Vorfälle oder die Häufigkeit von Sicherheitsprüfungen stehen nicht im README.
Für eine Betreiberentscheidung bleibt damit die übliche Aufgabe: die tatsächliche Update-Geschwindigkeit über die Release- und Changelog-Seiten selbst zu verfolgen. Das README liefert dafür die nötigen Adressen, aber keine Versprechen.
Was GPL v3 für Matomo-Betreiber bedeutet
Laut README wird Matomo unter GPL v3 oder einer späteren Version veröffentlicht. Die Lizenz erlaubt das Kopieren, Verteilen und Verändern der Software und verlangt, dass geänderte Versionen als solche gekennzeichnet und unter derselben Lizenz weitergegeben werden, sobald sie verbreitet werden.
Für den typischen Fall, dass Matomo nur auf dem eigenen Server läuft, entsteht daraus keine Veröffentlichungspflicht. Wer eigene Plugins oder Änderungen an Dritte ausliefert, muss hingegen die Copyleft-Regeln beachten. Das README selbst macht dazu keine Aussage über die Grenzfälle.
Der Lizenztext stellt außerdem klar, dass für die freie Software keine Garantie übernommen wird. Diese Klausel betrifft Leistung und Funktionssicherheit und sollte bei der Entscheidung für den produktiven Einsatz mitbedacht werden.
Redaktionelles Fazit
Matomo passt für Betreiber, die Tracking-Daten in eigener Datenbank behalten und eine freie Alternative zu Google Analytics aufbauen wollen; zu erwarten sind Serverbetrieb und Wartung einer eigenen Installation. Vor der Einrichtung sind die aktuellen Anforderungen zu prüfen: PHP 8.1.0 oder neuer, MySQL 8.0 beziehungsweise MariaDB 10.6 und die PHP-Erweiterungen pdo/pdo_mysql oder MySQLi. Ein erster Test mit dem Plugin VisitorGenerator erzeugt Dummy-Daten, bevor echtes Tracking anläuft.
Community-Notizen