Open-Source-Projekt
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SimpMusic: Der freie YouTube-Music-Client für Android und Desktop im Detail

Projektüberblick: Eine plattformübergreifende Musik-App mit YouTube Music als Backend. Verwenden Sie die Spotify-Web-API und einige Tricks, um Spotify Canvas und Songtexte zu erhalten. Vielen Dank an InnerTune für die Idee, Daten von YouTube Music abzurufen.

11.253 Sterne596 ForksKotlinGPL-3.0

Auf einen Blick

Was ist das?
SimpMusic ist ein quelloffener YouTube-Music-Client für Android und Desktop, der auf Compose Multiplatform aufsetzt und Funktionen wie SponsorBlock, Texte und Offline-Wiedergabe bündelt.
Für wen ist es gedacht?
SimpMusic passt zu Nutzern, die YouTube-Music-Inhalte in einer quelloffenen App ohne Werbung hören wollen, und wird in FOSS- und Full-Version angeboten. Die Beta-Warnung im README und die Abhängigkeit von inoffiziellen YouTube-Music-Schnittstellen sind vor dem produktiven Einsatz zu beachten, ebenso der Unterschied bei der Absturz-Datenerfassung über Sentry.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja, unter Bedingungen. GPL-3.0 ist eine Copyleft-Lizenz: Wenn Sie Software weitergeben, die sie enthält, müssen Sie deren Quellcode unter derselben Lizenz veröffentlichen. Wer sie nur intern betreibt, ohne sie weiterzugeben, löst diese Pflicht nicht aus.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Die letzten Commits kamen vor 1 Tag.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich Kotlin, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

SimpMusic als FOSS-Client für YouTube Music

SimpMusic beschreibt sich selbst als freien und quelloffenen YouTube-Music-Client für Android und Desktop. Die App ist in Kotlin geschrieben und nutzt Compose Multiplatform, sodass die Oberflächenlogik über Plattformen hinweg geteilt wird und jede Plattform ein nativ laufendes Ergebnis liefert. Das Projekt lebt im GitHub-Repository maxrave-dev/SimpMusic, der Standard-Branch heißt dev, während main für Releases reserviert ist, wie das README im Beitragsabschnitt erklärt.

Als Backend dient YouTube Music: Die Inhalte werden nach README-Angabe über eine versteckte API von YouTube Music mit einigen Tricks beschafft. Das Repository verzeichnet nach den Metadaten 10754 Sterne und 559 Forks. Die aktuelle Veröffentlichung trägt die Versionsnummer v2.0.0 vom August 2026, davor erschienen v1.7.0 und v1.6.0. Seit kurzem, so das README, ist SimpMusic auch für den Desktop verfügbar, Downloads laufen über die Website simpmusic.org.

Wiedergabefunktionen und Audio-Anpassung

Im Mittelpunkt steht das kostenfreie Abspielen von Musik aus YouTube Music oder YouTube ohne Werbung und auch im Hintergrund. Für Premium-Nutzer von YouTube Music nennt das README Streams in hoher Qualität bis 256 kbps, kodiert als Opus oder AAC. Hinzu kommen drei Darstellungsvarianten für den laufenden Titel: Classic, Material 3 Expressive und Apple Music. Ein Equalizer mit zehn Bändern steht mit Presets und AutoEq-Kopfhörerprofilen bereit.

Die Hörerfahrung wird laut README um weitere Elemente ergänzt: SimpMusic Wrapped fasst das ausgewertete Hörjahr zu Rückblick-Playlisten zusammen, und eine geräteinterne Analyse zeigt Diagramme, Zeitraumverläufe und eine Hör-Uhr. Die Texte zum laufenden Titel erscheinen wortgenau im Stil von Apple Music, mit einer Romanisierung für zwölf Sprachen und der Möglichkeit, Texte als Bild zu teilen. Auch ein Crossfade im DJ-Stil und ein Schlaf-Timer sind in der Liste enthalten.

Texte, YouTube-Videos und Integrationen

Die Textdaten kommen aus mehreren Quellen. Das README nennt SimpMusic Lyrics als Hauptquelle und LRCLIB als Alternative; ergänzend lassen sich Texte über Spotify nach Login sowie über YouTube-Transkripte abrufen. Eine KI-Textübersetzung ist als Beta-Funktion markiert und benötigt einen eigenen API-Schlüssel von OpenAI oder Gemini. Das README weist ausdrücklich darauf hin, dass Texte gelegentlich nicht zum richtigen Titel gehören, wenn der Abgleich über videoId und String-Matcher fehlschlägt.

Für YouTube-Inhalte übernimmt SimpMusic bekannte Helfer: SponsorBlock überspringt gesponserte Abschnitte in Videos, und Return YouTube Dislike liefert Informationen über Bewertungen. Videos lassen sich bis 1080p mit Untertiteln abspielen. Ergänzend werden Spotify-Canvas-Darstellungen angezeigt, KI-Songvorschläge kommen hinzu, und aus Spotify oder anderen Apps übernommene Playlisten lassen sich importieren. Die eigene Playlist-Verwaltung bleibt mit YouTube Music synchronisiert.

Datenschutz: FOSS- und Vollversion

SimpMusic gibt es laut README in zwei Varianten. Die FOSS-Version enthält keinen Tracker und keinen server des Drittanbieters zur Erfassung von Nutzerdaten. Aktiviert ein angemeldeter Nutzer die Funktion zum Zurücksenden an Google, schickt SimpMusic Hörverlauf und Hörprotokolle über die YouTube-Music-Tracking-API an Google, um Empfehlungen zu verbessern und Künstler zu unterstützen. Ein Verweis ins Kotlin-Quellcode führt zur entsprechenden API-Referenz.

Die Vollversion setzt Sentry für das Erfassen von Abstürzen ein, wie das README erläutert. Wer keine Absturz-Daten abgeben möchte, soll nach Angabe des Readme die FOSS-Version verwenden. Das Thema ist damit klar benannt, auch wenn Details zur Auswertung der Hördaten über die genannten Hinweise hinaus im README nicht ausgeführt werden. Wer dies prüfen will, muss den Quelltext der jeweiligen Variante heranziehen.

Desktop-Installation und bekannte Grenzen

Für den Desktop gibt das README drei Paketformate an. Unter Windows lädt man das .msix-Paket herunter und führt install.bat aus, um die Installation abzuschließen. Auf macOS steht eine .dmg-Datei bereit, auf Linux eine .AppImage, die laut README für alle Linux-Distributionen vorgesehen ist. Ein Login-Leitfaden für die Desktop-App liegt unter simpmusic.org, zusätzlich gibt es einen Discord-Login-Leitfaden.

Das README benennt zwei Einschränkungen der Desktop-Version: Manche Linux-Distributionen können Stabilitätsprobleme aufweisen, was dem README zufolge auf ein Problem der JetBrains-Plattform selbst zurückgeht. Auf ARM64-Systemen für Windows und Linux soll der x64-Build verwendet werden. Den Hinweis, dass die App sich in der Beta-Phase befindet und Fehler oder Abstürze nicht ausgeschlossen sind, stellt das README an prominenter Stelle.

Einführung, Lizenz und Staffelung der Beiträge

Das README enthält eine ausdrückliche Warnung: Die App befindet sich in der Beta-Phase und kann viele Fehler enthalten oder abstürzen. Player-Fehler seien wegen der Abhängigkeit von YouTube Music normal und nicht als Stabilitätsmangel zu melden. SimpMusic steht unter GPL-3.0, die Lizenz erlaubt das Kopieren, Verteilen und Bearbeiten der Software; eine Haftung oder Garantie wird nicht übernommen. Für die Verwendung gilt, dass lokale Gesetze und die Nutzungsbedingungen der Plattformen einzuhalten sind.

Beiträge sind ausdrücklich willkommen, der Ablauf folgt den Regeln im CONTRIBUTING.md: Jede Pull Request braucht zuerst ein angenommenes Issue, geforkt wird vom Branch dev aus. Übersetzungen laufen über Crowdin. Die regelmäßigen Veröffentlichungen bis v2.0.0 zeigen einen aktiven Pflegezyklus; die Zahl offener Issues von 386 ordnet das Projekt als lebendig, aber auch als ausbaufähig in der Fehlerbearbeitung ein.

Fazit: Passung von SimpMusic abwägen

SimpMusic lohnt sich für Android- und Desktop-Nutzer, die YouTube-Music-Inhalte werbefrei und im Hintergrund hören möchten und eine quelloffene Alternative zu kommerziellen Clients suchen. Der Funktionsumfang mit Equalizer, Texte aus mehreren Quellen, SponsorBlock, Android Auto und Offline-Wiedergabe ist für eine Beta-App beachtlich. Wer die FOSS-Version nutzt, bekommt laut README eine Variante ohne Tracker; wer Absturzberichte nicht abgeben möchte, meidet die Full-Version mit Sentry.

Nicht geeignet ist SimpMusic, wer stabile Produktionssoftware ohne Beta-Warnung sucht oder keine Toleranz für Player-Fehler hat, die aus der YouTube-Music-Abhängigkeit entstehen. Wer Texte mit KI-Übersetzung nutzen will, braucht einen eigenen OpenAI- oder Gemini-Schlüssel. Vor dem Umstieg von v1.7.0 auf v2.0.0 sollte man im Release-Changelog nach Änderungen im Audio- und Textbereich sehen; wer auf Fehler stößt, meldet diese laut README im Discord-Kanal.

Redaktionelles Fazit

SimpMusic passt zu Nutzern, die YouTube-Music-Inhalte in einer quelloffenen App ohne Werbung hören wollen, und wird in FOSS- und Full-Version angeboten. Die Beta-Warnung im README und die Abhängigkeit von inoffiziellen YouTube-Music-Schnittstellen sind vor dem produktiven Einsatz zu beachten, ebenso der Unterschied bei der Absturz-Datenerfassung über Sentry.

Offizielle Quellen

  1. Official documentation
  2. Official README
  3. Project repository
  4. Release notes
Community-Notizen

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