Ventoy: ein bootbares USB-Tool, das Images wie Dateien behandelt
Eine neue bootfähige USB-Lösung. Die meisten unterstützten Betriebssystemtypen (Windows/WinPE/Linux/Unix/ChromeOS/Vmware/Xen...) Über 1300 ISO-Dateien werden getestet (Liste).
Auf einen Blick
- Was ist das?
- Open-Source-Tool zum Booten von ISO-, WIM-, IMG-, VHD(x)- und EFI-Dateien von einem USB-Laufwerk, ohne für jedes Image neu zu formatieren.
- Für wen ist es gedacht?
- Das README von Ventoy beschreibt einen Dateikopier-Workflow, eine breite Firmware- und Partitionsabdeckung sowie ein Plugin-System. Installations- und Build-Anleitungen liegen außerhalb des README.
- Darf ich es kommerziell nutzen?
- Ja, unter Bedingungen. GPL-3.0 ist eine Copyleft-Lizenz: Wenn Sie Software weitergeben, die sie enthält, müssen Sie deren Quellcode unter derselben Lizenz veröffentlichen. Wer sie nur intern betreibt, ohne sie weiterzugeben, löst diese Pflicht nicht aus.
- Wird es noch gepflegt?
- Ja. Die letzten Commits kamen vor 42 Tagen.
- In welcher Sprache ist es geschrieben?
- Hauptsächlich C, laut der Sprachstatistik von GitHub.
Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.
TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE
Image-Dateien kopieren statt den Datenträger zu flashen
Ventoy ist ein Open-Source-Tool zum Erstellen eines bootbaren USB-Laufwerks aus ISO-, WIM-, IMG-, VHD(x)- und EFI-Dateien. Das README beschreibt einen Workflow, der nicht für jedes Image eine Neuformatierung des Datenträgers erfordert: Man kopiert mehrere Image-Dateien auf das USB-Laufwerk, und Ventoy zeigt beim Booten ein Menü zur Auswahl an. Es unterstützt auch das Durchsuchen von ISO-/WIM-/IMG-/VHD(x)-/EFI-Dateien auf einem lokalen Datenträger und das direkte Booten; diese Funktion wird im README unter der Überschrift Ventoy Browser mit einem separaten Notiz-Link vorgestellt. Das README sagt, die Dateien müssen nicht zusammenhängend auf dem Datenträger liegen, eine Extraktion ist nicht nötig, und die Geschwindigkeit ist nur durch die Kopiergeschwindigkeit der ISO-Datei begrenzt. Die Projektbeschreibung in den Repository-Metadaten nennt das eine neue bootbare USB-Lösung.
Firmware- und Partitionsunterstützung
Das README listet x86 Legacy BIOS, IA32 UEFI, x86_64 UEFI, ARM64 UEFI und MIPS64EL UEFI als auf gleiche Weise unterstützt auf. MBR- und GPT-Partitionsstile werden ebenfalls gleich behandelt. Secure-Boot-Unterstützung erscheint mit der Versionsmarkierung 1.0.07+, MBR/GPT-Unterstützung mit 1.0.15+. Diese Versionsmarkierungen sind die einzigen Zeitangaben im README; die Implementierung wird nicht beschrieben. Das README sagt außerdem, dass der native Bootmenü-Stil für Legacy und UEFI verfügbar ist. Für Nutzer, die eine bestimmte Hauptplatine oder Firmware-Kombination bestätigen müssen, bietet das README nur die Kompatibilitätsbehauptung und keine zusätzliche Verifikationsmethode.
Image-Formate und getestete Betriebssysteme
Unterstützte Dateitypen sind ISO, WIM, IMG, VHD(x) und EFI. Die Hauptpartition kann als FAT32, exFAT, NTFS, UDF, XFS, Btrfs oder Ext2/3/4 formatiert werden, und ISO-Dateien größer als 4 GB werden akzeptiert. Das README berichtet von über 1300 getesteten ISO-Dateien und sagt, dass mehr als 90 % der auf DistroWatch verfolgten Distributionen unterstützt werden. Die getestete OS-Liste umfasst Windows 7 bis 11, Windows Server 2012 bis 2025, zahlreiche Linux-Distributionen, Unix-Systeme, ChromeOS-Builds und Hypervisor-Images wie VMware ESXi, Citrix XenServer und Xen XCP-ng. Die Liste enthält auch WinPE, Android-x86 und netboot.xyz, was zeigt, dass die Abdeckung nicht auf Desktop-Systeme beschränkt ist.
Plugins für Persistenz, automatische Installation und Boot-Verhalten
Ventoy hat ein Plugin-Framework und einen GUI-Konfigurator namens VentoyPlugson. Das README listet Linux-Persistenz (1.0.11+), Windows- und Linux-Autoinstallation (1.0.09+), Variablenexpansion für Installationsskripte, Passwortschutz, Menüaliase, Menühinweise, Theme-Anpassung, Einspielen von Dateien in die Laufzeitumgebung und dynamisches Ersetzen von Boot-Konfigurationsdateien auf. Jede Funktion hat einen eigenen Dokumentationslink auf der offiziellen Website, etwa für Persistenz, Autoinstallation, Injektion, Passwort und Menüklassen. Das README selbst gibt keine Konfigurationssyntax an. VentoyPlugson wird als GUI-Weg zur Konfiguration dieser Plugins vorgestellt.
Installationsziele, Upgrades und tägliche Nutzung
Laut Funktionsliste kann Ventoy auf USB-Laufwerken, lokalen Datenträgern, SSDs, NVMe-Laufwerken und SD-Karten installiert werden. Das README sagt, dass ein USB-Laufwerk seine normale Nutzung behält, Daten bei einem Versions-Upgrade nicht zerstört werden und kein Update von Ventoy nötig ist, wenn eine neue Distribution erscheint. Auch schreibgeschützte USB-Laufwerke werden unterstützt. Installationsanweisungen stehen nicht im README; sie befinden sich auf der offiziellen Website unter der verlinkten doc_start-Seite, und im README erscheint kein Installationsbefehl. Das README enthält außerdem eine FAQ-Seite und eine Forenadresse für häufige Fragen und Nutzungsdiskussionen.
Build und Lizenz
Das Repository ist in C geschrieben, und das README verweist für Kompilieranweisungen auf DOC/BuildVentoyFromSource.txt. Die Repository-Metadaten identifizieren die Lizenz als GPL-3.0, und das README trägt ein Lizenzabzeichen. Der für diesen Artikel verfügbare Lizenzauszug sagt, dass keine LICENSE-Datei am erwarteten Ort gefunden wurde, daher wird der genaue Gewährtext hier nicht zitiert. Das README macht keine Angaben zu Garantie, Support oder Sicherheitszusicherungen. Um die tatsächlichen Lizenzbedingungen zu lesen, sollte man die LICENSE-Datei im Repository oder ein offizielles Release-Paket prüfen.
Was noch überprüft werden muss
Das README enthält keine genauen Installationsbefehle, keine Versionshistorie und keine Benchmarks außer der Geschwindigkeitsbehauptung. Es dokumentiert auch nicht die Plugin-Konfigurationssyntax oder die Secure-Boot-Implementierung. Der Lizenztext wurde am erwarteten Ort nicht gefunden, und es werden keine Garantie- oder Sicherheitszusicherungen gemacht. Für diese Details sind die offizielle Website, die verlinkten Dokumentationsseiten und das Repository selbst die richtigen Orte zum Nachsehen.
Projektbezogener Prüfpunkt · ventoy ventoy
Ein aussagekräftiger Ventoy-Test verwendet einen Testdatenträger und mehrere ISO-, WIM- oder IMG-Dateien, darunter ein Image über 4 GB. Danach sind Legacy-BIOS oder UEFI, MBR oder GPT sowie Secure Boot mit der eigenen Hardware zu prüfen. Für Persistenz und automatische Installation verweisen README und VentoyPlugson auf separate Plugin-Dokumentation.
Redaktionelles Fazit
Das README von Ventoy beschreibt einen Dateikopier-Workflow, eine breite Firmware- und Partitionsabdeckung sowie ein Plugin-System. Installations- und Build-Anleitungen liegen außerhalb des README. Die Repository-Metadaten nennen GPL-3.0, der genaue Lizenztext wurde aber im Quellmaterial nicht gefunden.
Community-Notizen