alirezarezvani/claude-skills v2.12.0: 388 Skill-Pakete für dreizehn Coding-Agenten
345 Claude Code-Fähigkeiten & Agenten-Fähigkeiten & Plugins (über 30 Agenten, über 70 benutzerdefinierte Befehle, über 330 Fähigkeiten, anpassbare Referenzen, Skripte) für Claude Code, Codex, Gemini CLI, Cursor und 8 weitere Coding-Agenten, Technik, Marketing, Produkt, Compliance, C-Level-Beratung, Forschung, Geschäftsbetrieb, Handel und Finanzen sowie Ihre täglichen Produktivitätsfähigkeiten.
Auf einen Blick
- Was ist das?
- Das Repository bündelt SKILL.md-Pakete, Python-Werkzeuge und Referenzdokumente für Claude Code, Codex, Gemini CLI, Cursor und weitere Agenten. Was convert.sh und install.sh leisten, wo sich die Zahlen im README widersprechen und für wen sich die Bibliothek eignet.
- Für wen ist es gedacht?
- Geeignet ist claude-skills für Teams, die mehrere Coding-Agenten parallel einsetzen und eine gemeinsame Anweisungsbasis suchen, statt pro Werkzeug eigene Regeln zu schreiben. Weniger geeignet ist es für Umgebungen, in denen jede Anweisung vorab geprüft werden muss, denn 388 Pakete lassen sich nicht vollständig gegenlesen, und für Windows-Nutzer ohne Developer Mode, weil die Spiegelbäume dort zu Platzhalterdateien werden können.
- Darf ich es kommerziell nutzen?
- Ja. MIT ist eine freizügige Lizenz: Sie dürfen darauf aufbauende Software nutzen, verändern und verkaufen, solange Sie die Urheberrechts- und Lizenzhinweise beibehalten.
- Wird es noch gepflegt?
- Ja. Die letzten Commits kamen vor 17 Tagen.
- In welcher Sprache ist es geschrieben?
- Hauptsächlich Python, laut der Sprachstatistik von GitHub.
Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 14. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.
TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE
Was alirezarezvani/claude-skills unter v2.12.0 bündelt
Das Repository bezeichnet sich als Bibliothek von Claude-Code-Skills und Agent-Plugins. Laut README umfasst sie 388 Pakete für dreizehn KI-Coding-Werkzeuge. Die Metadaten weisen Python als Hauptsprache aus, die Lizenz ist MIT, der Standardbranch heißt main. Bei der Materialsammlung standen 25145 Sterne, 3555 Forks und 6 offene Issues in den Metadaten. Das letzte Release v2.12.0 vom 25. August 2026 trägt den Beinamen "20 domains, 380 skills, full issue-triage sweep".
Die Stoßrichtung ist Wiederverwendung. Anstatt jedem Agenten pro Projekt neue Anweisungen zu geben, sollen fertige Pakete Domänenwissen mitbringen, das im Modell selbst nicht steckt. Das README nennt als Bereiche unter anderem Engineering, DevOps, Marketing mit Answer Engine Optimization, Sicherheit mit PreToolUse-Hooks, Compliance, C-Level-Beratung, Produktivität und ein akademisches Forschungssegment.
Als kompatible Werkzeuge listet das README Claude Code, OpenAI Codex, Gemini CLI, OpenClaw, Hermes Agent, Mistral Vibe, Cursor, Aider, Windsurf, Kilo Code, OpenCode, Augment und Antigravity. Drei davon nehmen die Pakete nativ auf, der Rest über generierte Formate.
SKILL.md, 706 CLI-Skripte und 823 Referenzdokumente im Paket
Ein einzelner Skill ist laut README ein Ordner mit drei Bestandteilen. Den Kern bildet SKILL.md mit strukturierten Anweisungen, Arbeitsabläufen und Entscheidungsrahmen. Dazu kommen Python-Werkzeuge, die das README auf 706 CLI-Skripte beziffert, sowie Referenzdokumente mit 823 Vorlagen, Checklisten und domänenspezifischen Wissensdateien.
Eine wiederkehrende Zusage betrifft die Abhängigkeiten: Die Python-Werkzeuge sollen ausschließlich die Standardbibliothek verwenden, sodass keine pip-Installation nötig ist. Für Umgebungen ohne Paketnetz ist das ein brauchbares Kriterium, weil es die Angriffsfläche der Lieferkette klein hält. Das README legt nicht dar, wie diese Eigenschaft geprüft wird und ob es Ausnahmen gibt.
Wie ein Skill genau angesprochen wird, zeigt das README am Beispiel von Gemini CLI: Nach der Einrichtung folgt der Aufruf activate_skill mit dem Namen senior-architect. Das setzt voraus, dass das jeweilige Werkzeug einen solchen Aktivierungsmechanismus kennt. Bei Werkzeugen ohne diese Fähigkeit bleibt nur der Weg über generierte Regeldateien.
Skills, Agents und Personas: die dreiteilige Aufteilung im README
Das README unterscheidet drei Arten von Bausteinen. Skills legen fest, wie eine Aufgabe ausgeführt wird, ihr Ton ist neutral und ihr Umfang eine einzelne Domäne. Agents legen fest, welche Aufgabe ansteht, mit professionellem Ton und ebenfalls einer Domäne. Personas bestimmen, wer denkt, sind domänenübergreifend und persönlichkeitsgetrieben. Als Beispiele nennt das README Anweisungen zur Suchmaschinenoptimierung für einen Skill, die Durchführung eines Sicherheitsaudits für einen Agent und das Denken wie ein Startup-CTO für eine Persona.
Vorkonfiguriert sind laut Material drei Personas: Startup CTO, Growth Marketer und Solo Founder. Jede verbindet eine Domäne mit einem Kommunikationsstil und einer kuratierten Auswahl an Skills. Personas sind Markdown-Dateien, die nach ~/.claude/agents/ kopiert oder wie Skills konvertiert werden können.
Für das Zusammenspiel beschreibt das README vier Orchestrierungsmuster: Solo Sprint, Domain Deep-Dive, Multi-Agent Handoff und Skill Chain. Es führt dazu einen sechswöchigen Produktstart als Beispiel an. Wie diese Muster technisch umgesetzt werden, bleibt offen; es handelt sich um Nutzungsvorschläge, nicht um ausführbaren Code.
Installation über /plugin marketplace add alirezarezvani/claude-skills
Für Claude Code empfiehlt das README den Weg über den Marketplace. Zuerst wird die Quelle eingebunden:
/plugin marketplace add alirezarezvani/claude-skills
Danach werden Bündel einzeln installiert, etwa:
/plugin install engineering-skills@claude-code-skills
Das README nennt weitere Bündel für erweiterte Engineering-Skills, Produkt, Marketing, Regulatorik und Qualität sowie Projektmanagement. Die Aufteilung nach Bündeln ist praktisch, weil sie verhindert, dass alle 388 Pakete auf einmal geladen werden.
Für Gemini CLI verweist das README auf ./scripts/gemini-install.sh nach einem Klon, für Codex auf npx agent-skills-cli add alirezarezvani/claude-skills --agent codex oder alternativ ./scripts/codex-install.sh. OpenClaw wird über ein per curl aus der Rohdatei gepipetes Bash-Skript eingerichtet. Der manuelle Weg besteht darin, das Repository zu klonen und einen Skill-Ordner nach ~/.claude/skills/ oder ~/.codex/skills/ zu kopieren. Welche dieser Methoden als aktuell gilt, sagt das README nicht.
convert.sh und install.sh: 345 Skills in neun Werkzeugformate
Der zweite Pfad führt über zwei Skripte. Zuerst erzeugt ./scripts/convert.sh --tool all laut README in etwa 15 Sekunden Ausgaben für alle Werkzeuge. Danach folgt die Installation in ein Projekt:
./scripts/install.sh --tool cursor --target /path/to/project
Mit der Option --force entfällt die Rückfrage. Als Kontrollschritt nennt das README:
find .cursor/rules -name "*.mdc" | wc -l
Erwartet werden dort 346 Dateien.
Das Zielformat unterscheidet sich je Werkzeug: Cursor erhält .mdc-Regeln, Aider eine CONVENTIONS.md, Kilo Code Einträge unter .kilocode/rules/, Windsurf unter .windsurf/skills/, OpenCode unter .opencode/skills/, Augment unter .augment/rules/, Antigravity unter ~/.gemini/antigravity/skills/. Hermes Agent und Mistral Vibe gelten als BYO-sync-Ebene: Das Repository liefert vorab erzeugte Bäume mit, installiert wird lokal mit python scripts/sync-hermes-skills.py --verbose oder ./scripts/vibe-install.sh. Beide nutzen laut README dasselbe agentskills.io-SKILL.md-Format, ohne Umwandlung.
Widersprüchliche Zahlen im README von claude-skills
Wer die Angaben nebeneinander legt, findet mehrere Unstimmigkeiten. Die Kopfzeile nennt 388 Pakete, der Abschnitt zur Mehrfachwerkzeug-Unterstützung spricht von 345, und der Kontrollschritt erwartet 346 .mdc-Dateien. Das Release v2.12.0 trägt die Zahl 380 im Namen. Für die Python-Werkzeuge stehen im selben README zwei Werte: 706 CLI-Skripte in der Aufzählung und 727 an einer anderen Stelle.
Auch die Sternzahl weicht ab. Das README wirbt mit mehr als 5.200 Sternen, die Metadaten weisen 25145 aus. Das ist kein Fehler im engeren Sinn, sondern ein Zeichen dafür, dass einzelne Textbausteine seltener nachgezogen werden als der Rest.
Die praktische Folge ist klar: Die Zahlen im README sind Näherungen. Wer wissen will, wie viele Pakete tatsächlich im Baum liegen, zählt selbst, statt sich auf eine Kopfzeile zu verlassen. Für eine Bestandsaufnahme eignet sich der Verzeichnisbaum besser als jede Tabelle, zumal die Domänenaufteilung im README mit der Ordnerstruktur nicht vollständig zur Deckung gebracht wird.
skill-security-auditor und die Grenzen der Bibliothek
Zum Werkzeugset gehört skill-security-auditor, ein Python-Skript, das einen Skill-Ordner vor der Installation prüft. Das Material nennt sechs Risikoklassen, die es untersucht: Befehlsinjektion, Codeausführung, Datenabfluss, Prompt-Injektion, Abhängigkeiten der Lieferkette und Privilegieneskalation. Das Ergebnis wird als PASS, WARN oder FAIL zurückgegeben, zusammen mit Hinweisen zur Behebung. Abhängigkeiten soll das Skript keine haben.
Solch ein Prüfer ist bei einer fremdbeschafften Anweisungsbibliothek wichtiger als bei eigenem Code, weil eine SKILL.md den Agenten zu Shell-Aufrufen bewegen kann. Er ersetzt aber keine inhaltliche Durchsicht: Ein Paket kann unauffällig sein und trotzdem unpassende Anweisungen enthalten.
Eine weitere Grenze betrifft Windows. Das README weist darauf hin, dass ein Klon ohne gesetzte Symlink-Behandlung die Spiegelbäume .gemini/, .codex/, .vibe/ und .hermes/ als einzeilige Verweistexte statt als Skills auscheckt. Empfohlen wird git clone -c core.symlinks=true bei aktiviertem Developer Mode sowie PYTHONUTF8=1, damit Werkzeuge mit Unicode-Ausgabe auf älteren Konsolen nicht abbrechen.
Alternative zu claude-skills: eigene SKILL.md-Ordner unter ~/.claude/skills
Die nächste Alternative ist kein anderes Repository, sondern der Verzicht auf die Bibliothek: eigene Skill-Ordner, die direkt unter ~/.claude/skills/ liegen. Der Unterschied liegt in Menge und Kontrolle. Eigene Pakete sind wenige, vollständig bekannt und auf die eigenen Konventionen zugeschnitten. Dafür entfällt die Domänenbreite, die claude-skills mit 388 Paketen und 823 Referenzdokumenten anbietet, und der Aufbau kostet Zeit.
Dazwischen liegt ein Mischweg, den das README mit dem manuellen Installationspfad selbst andeutet: ein Klon des Repositories, aus dem nur einzelne Ordner herausgelöst und in das eigene Skill-Verzeichnis kopiert werden. So lässt sich die Bibliothek als Fundus nutzen, ohne alle Pakete zu aktivieren. Für Werkzeuge, die keine Marketplace-Einbindung kennen, ist das ohnehin der gangbare Weg.
Wer sich zwischen beiden entscheidet, sollte die Frage nach der Pflege stellen. Bei einer Bibliothek dieser Größe hängt der Nutzen daran, wie schnell veraltete Anweisungen nachgezogen werden. Das README nennt semantische Versionsvergabe und Abwärtskompatibilität innerhalb von Patch-Releases sowie ein Changelog, eine Aussage über die Pflege einzelner Domänen findet sich dort nicht.
Redaktionelles Fazit
Geeignet ist claude-skills für Teams, die mehrere Coding-Agenten parallel einsetzen und eine gemeinsame Anweisungsbasis suchen, statt pro Werkzeug eigene Regeln zu schreiben. Weniger geeignet ist es für Umgebungen, in denen jede Anweisung vorab geprüft werden muss, denn 388 Pakete lassen sich nicht vollständig gegenlesen, und für Windows-Nutzer ohne Developer Mode, weil die Spiegelbäume dort zu Platzhalterdateien werden können. Vor dem Einsatz gehört geklärt, ob die Zahlen aus dem README mit dem aktuellen Baum übereinstimmen, wie sich convert.sh im eigenen Projekt verhält und ob skill-security-auditor die Pakete der eigenen Domäne ohne WARN durchlässt.
Community-Notizen