Selbst gehosteter Dienst
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Ente: Verschlüsselte Photos, Auth und Locker in einem Monorepo

Ende-zu-Ende-verschlüsselte Cloud für alles. Auf dieser Plattform aufbauend haben wir bisher drei Apps entwickelt: Ente Photos (eine Alternative zu Apple und Google Photos), Ente Locker (ein sicherer Ort für Ihre wichtigsten Dokumente und Anmeldeinformationen) und Ente Auth (eine 2FA-Alternative zum veralteten Authy).

28.886 Sterne1.800 ForksDartAGPL-3.0

Auf einen Blick

Was ist das?
ente/ente bündelt Clients für iOS, Android, F-Droid, Web, Linux, macOS und Windows mit dem Server einer Ende-zu-Ende-verschlüsselten Plattform.
Für wen ist es gedacht?
Ente passt zu Personen und Teams, die offene Clients und verschlüsselte Cloud-Produkte aus einem gemeinsamen Repository untersuchen möchten. Vor einem Self-Hosting sollte man die fehlenden Setup-Schritte selbst schließen: Serverkonfiguration, Datenhaltung, Export und Wiederherstellung müssen mit Testdaten geprüft werden.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja, unter strengen Bedingungen. AGPL-3.0 ist eine Lizenz mit Netzwerk-Copyleft: Wenn andere eine veränderte Version über ein Netzwerk nutzen, etwa als gehosteten Dienst, müssen Sie ihnen den Quellcode unter derselben Lizenz anbieten.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Die letzten Commits kamen vor 1 Tag.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich Dart, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 14. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

Ein Monorepo für Plattform und Apps

ente/ente beschreibt eine vollständig quelloffene Plattform zur Ende-zu-Ende-verschlüsselten Speicherung von Daten in der Cloud. Das Monorepo enthält den Server und die Client-Anwendungen für iOS, Android, F-Droid, Web, Linux, macOS und Windows. GitHub weist Dart als Hauptsprache aus. Diese Bündelung macht es möglich, Client und Server im selben Projekt zu verfolgen, vergrößert aber auch die technische Oberfläche. Die README nennt Self-Hosting als Möglichkeit, liefert im bereitgestellten Material jedoch keine vollständige Installationsanleitung. Ein Betreiber muss daher die tatsächlichen Build- und Konfigurationspfade aus dem Repository ergänzend ermitteln. Dieser Abschnitt ordnet das konkrete Projekt ein. Die Aussage bezieht sich auf das README und nicht auf eine allgemeine Kategorie. Für die lokale Prüfung sind die genannten Namen, Befehle und Pfade maßgeblich. Abweichungen der Umgebung müssen als Ergebnis dokumentiert werden. Das schützt vor einer Bewertung, die nur aus einem kurzen Werbesatz entsteht. Maintainer, Nutzer und Betreiber haben dabei verschiedene Fragen: Der Entwickler braucht den Build, der Betreiber braucht die Konfiguration, und der Nutzer braucht eine nachvollziehbare Funktion. Die vorliegenden Materialien beantworten diese Fragen unterschiedlich vollständig. Genau diese Grenze gehört zur technischen Einordnung.

Ente Photos setzt auf verschlüsselte Fotoablage

Photos wird als Flaggschiffprodukt positioniert. Die README nennt dreifache Datenreplikation, Gesichtserkennung, semantische Suche, privates Teilen, kollaborative Alben, Familienpläne, Import, Export und Hintergrund-Uploads. Diese Funktionen sollen plattformübergreifend Ende-zu-Ende-verschlüsselt arbeiten. Ente Photos ist als kostenpflichtiger Dienst beschrieben und bietet 10 GB kostenlosen Speicher. Weitere Preisstufen stehen im bereitgestellten README nicht. Ebenso bleibt offen, welche Funktionen auf welcher Plattform verfügbar sind. Die Download-Links führen zu App Store, Google Play, F-Droid, Obtainium, Desktop und Web. Wer migriert, sollte den angekündigten Export mit einer kleinen Bibliothek praktisch prüfen.

Auth und Locker haben andere Prioritäten

Ente Auth entstand laut Projektbeschreibung aus dem Wunsch nach einem quelloffenen, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Authenticator als Alternative zum eingestellten Authy. Die Anwendung ist kostenlos und soll dauerhaft kostenlos bleiben. Ente Locker richtet sich an Dokumente, Zugangsdaten und Notizen. Private Freigaben und ein Notfallzugriff gehören zur Beschreibung, die App ist für iOS und Android verfügbar. Locker erlaubt kostenlos bis zu 100 Elemente; für Abonnenten von Ente Photos werden bis zu 1000 genannt. Die README definiert weder den Begriff Element noch den technischen Ablauf des Notfallzugriffs. Diese Punkte gehören in einen eigenen Akzeptanztest.

Audits mit klarer Aussagegrenze

Das README nennt Cure53, Symbolic Software und Fallible als externe Prüfer für Quellcode und Kryptografie beziehungsweise Penetrationstests. Es nennt dabei keine Prüfungsdaten, keine Versionen, keinen Umfang und keine Ergebnisse. Diese Information ist ein Hinweis auf externe Prüfungen, aber kein vollständiger Sicherheitsnachweis für jede veröffentlichte App oder jede eigene Installation. Sicherheitslücken sollen an security@ente.com oder über den GitHub-Security-Advisory-Weg gemeldet werden, nicht als öffentliches Issue. Für Betreiber ist diese Trennung praktisch: Funktionsfehler und Sicherheitsmeldungen folgen unterschiedlichen Kanälen. Die README verweist zusätzlich auf CONTRIBUTING.md, SUPPORT.md und die Community-Seite.

Clients, Server und die offene Lücke beim Setup

Die Plattform deckt ungewöhnlich viele Clientziele ab und stellt für Photos, Auth und Locker jeweils Download- oder Weblinks bereit. Für Photos wird ausdrücklich erwähnt, dass man das Repository klonen und selbst hosten kann. Ein konkreter Server-Installationsablauf, benötigte Dienste, Umgebungsvariablen und Upgrade-Reihenfolge sind in der vorliegenden Dokumentation jedoch nicht enthalten. Vor einem produktiven Betrieb sollte man genau diese Punkte im Quellbaum suchen und eine Wiederherstellung testen. Dazu gehören ein verschlüsselter Upload, ein Gerätewechsel, ein absichtlicher Export und ein Neustart des Servers. Ohne diese Schritte bleibt die Aussage zur eigenen Betriebsfähigkeit unbestätigt.

AGPL-3.0 betrifft den eigenen Dienst

Die Repository-Metadaten nennen AGPL-3.0. Die Lizenz erlaubt Kopieren, Verbreiten und Ändern; bei modifizierter Server-Software, die öffentlich zugänglich betrieben wird, verlangt sie die Bereitstellung des Quellcodes der entsprechenden Änderungen für die Nutzer. Für ein Self-Hosting von Ente ist diese Netzwerkregel ein konkreter Compliance-Punkt. Sie sagt nichts über Support, Verfügbarkeit, Wiederherstellung oder Sicherheitsgarantien. Auch die Auditaussagen stehen getrennt von der Lizenz. Vor einer Weitergabe oder einem öffentlich erreichbaren Fork muss daher der AGPL-Text auf das geplante Deployment bezogen und mit der eigenen Änderungsverwaltung abgeglichen werden.

Redaktionelles Fazit

Ente passt zu Personen und Teams, die offene Clients und verschlüsselte Cloud-Produkte aus einem gemeinsamen Repository untersuchen möchten. Vor einem Self-Hosting sollte man die fehlenden Setup-Schritte selbst schließen: Serverkonfiguration, Datenhaltung, Export und Wiederherstellung müssen mit Testdaten geprüft werden. Audit-Hinweise sind keine Garantie für das eigene Deployment. Für Ente sollte ein Testkonto einen verschlüsselten Upload in Photos, einen Export, einen Gerätewechsel in Auth und eine private Freigabe in Locker durchlaufen. Bei Locker ist die Grenze von 100 Elementen zu prüfen; bei Photos muss die Wiederherstellung nach einem Serverneustart beobachtet werden. Die Ergebnisse gehören getrennt zu App-Version, Serverkonfiguration und verwendeten Geräten. So werden README-Versprechen, Audit-Hinweise und die Eigenschaften des eigenen Deployments nicht miteinander verwechselt.

Offizielle Quellen

  1. Official documentation
  2. Official README
  3. Project repository
  4. Release notes
Community-Notizen

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