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PromptHub: lokale Verwaltung von Prompts, Skills und Agent-Assets

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1.652 Sterne192 ForksTypeScriptAGPL-3.0

Auf einen Blick

Was ist das?
PromptHub ist eine Electron-Desktop-Anwendung mit SQLite-Speicher, die Prompts, SKILL.md-Dateien und Agent-Konfigurationen an einem Ort hält und Skills per Klick in mehr als ein Dutzend Coding-Tools verteilt. Das Datenmodell ist lokal-first, die Lizenz ist AGPL-3.0, und die aktuell neueste Veröffentlichung ist eine Beta.
Für wen ist es gedacht?
Sinnvoll ist PromptHub für Einzelentwickler und kleine Teams, die dieselben Prompts und SKILL.md-Dateien in mehreren Coding-Assistenten parallel nutzen und dafür keine Ordnerkopien pflegen wollen. Wer eine zentrale, servergestützte Plattform für ein großes Team braucht oder die verteilten Clients nicht selbst installieren kann, sollte einen anderen Weg wählen.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja, unter strengen Bedingungen. AGPL-3.0 ist eine Lizenz mit Netzwerk-Copyleft: Wenn andere eine veränderte Version über ein Netzwerk nutzen, etwa als gehosteten Dienst, müssen Sie ihnen den Quellcode unter derselben Lizenz anbieten.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Die letzten Commits kamen vor 11 Tagen.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich TypeScript, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

Welches Problem PromptHub adressiert

Wer mit mehreren KI-Coding-Werkzeugen arbeitet, pflegt dieselbe Anweisung mehrfach. Claude Code liest SKILL.md-Dateien aus einem eigenen Verzeichnis, Cursor und Windsurf haben ihre eigenen Regeln, Codex wiederum andere. Die README nennt ausdrücklich Claude Code, Cursor, Codex, Windsurf, Antigravity und Cline und spricht von mehr als einem Dutzend Zielen. PromptHub setzt an genau dieser Doppelpflege an: Ein Skill wird einmal im lokalen Arbeitsbereich abgelegt und von dort in die Verzeichnisse der einzelnen Tools installiert. Dazu kommen zwei weitere Objekttypen, Prompts mit Versionshistorie und Agent-Assets, die sonst verstreut in Projektordnern liegen. Die Zielgruppe sind einzelne Entwickler und kleine Teams, die ihre Prompt- und Skill-Sammlung nicht in einem Webdienst, sondern auf der eigenen Festplatte halten wollen. Die README formuliert das als Datenhoheit: Die Daten liegen standardmäßig auf dem eigenen Rechner.

Aufbau: Electron, SQLite, lokaler Workspace

Der Technologie-Stack ist aus den Badges und der Beschreibung ablesbar: TypeScript als Sprache, Electron als Desktop-Hülle, React und TailwindCSS für die Oberfläche, SQLite als lokale Datenbank. Das ist eine klassische Desktop-Architektur ohne Serverzwang. Die Objekte Prompts, Skills und Agent-Assets liegen in dieser SQLite-Datei, nicht in einer entfernten Datenbank. Verteilung und Sicherung sind zwei getrennte Mechanismen. Die Verteilung schreibt eine Skill-Datei in den Pfad, den das jeweilige Zielwerkzeug erwartet. Die Sicherung erzeugt laut README vollständige Snapshots und legt sie auf einer selbst betriebenen WeWeb-Instanz ab, während die laufende Synchronisation zwischen Geräten über WebDAV läuft. Beide Wege sind optional und setzen voraus, dass die Nutzerin den Speicher selbst bereitstellt. PromptHub bringt keinen eigenen Cloud-Speicher mit, was den Betriebsaufwand erhöht, aber auch bedeutet, dass kein Anbieterkonto nötig ist.

Installation und Betrieb

Der reguläre Weg führt über die Releases. Die README verlinkt für macOS, Windows und Linux direkte Download-Assets und verweist zusätzlich auf die GitHub-Releases-Seite für ältere Versionen und die Release Notes. Die Direktlinks zeigen laut README zunächst auf das jeweils neueste stabile Asset, um 404-Fehler zu vermeiden, solange ein CDN-Spiegel noch nicht synchronisiert ist; nach Abschluss der Spiegelung werden sie auf feste Dateinamen umgestellt. Für die Synchronisation ist ein WebDAV-Endpunkt einzutragen, für vollständige Sicherungen eine selbst gehostete Web-Instanz. Wer aus dem Quellcode starten will, findet im Repository einen eigenen Abschnitt dazu; konkrete Befehle gibt die gekürzte README-Fassung nicht her, hier ist die vollständige Datei maßgeblich. Ein Kommandozeilen-Client ist als eigener Abschnitt vorhanden und über das Topic cli-tool auch als Projektbestandteil ausgewiesen. Wer Prompts und Skills skriptgesteuert ausrollen will, sollte diesen Abschnitt zuerst lesen, statt die grafische Oberfläche zu automatisieren.

Der Beta-Kanal als Warnsignal

Die letzten drei Veröffentlichungen sind v0.5.9 vom 14. Juli 2026 sowie v0.6.0-beta.1 und v0.6.0-beta.2 aus dem August und September 2026. Die README bewirbt ausdrücklich v0.5.9 als neueste stabile Version, während die Badges im Kopf der Datei noch auf v0.5.9 stable stehen. Das ist eine ehrliche Trennung, aber sie hat Konsequenzen: Die zuletzt entwickelten Funktionen stecken in einer Beta-Reihe, und wer diese nutzt, arbeitet mit einem Stand, für den die Release Notes die einzige verlässliche Beschreibung sind. Der Abstand zwischen stabiler Version und Beta-Fortschritt beträgt rund zwei Monate. Für eine Sammlung, aus der heraus Skills in Produktivwerkzeuge geschrieben werden, ist das ein relevanter Punkt: Ein Fehler in der Verteilung trifft nicht die Anwendung, sondern die Arbeitsumgebung, in der Claude Code oder Cursor läuft.

Grenzen und Fälle, in denen PromptHub nicht passt

Die Verteilung per Klick setzt voraus, dass PromptHub den Ablageort jedes Zielwerkzeugs korrekt kennt. Diese Pfade ändern sich mit den Versionen der Zielwerkzeuge, und die README benennt die unterstützten Ziele, aber nicht, wie sie ermittelt oder aktualisiert werden. Wer eine ältere oder stark angepasste Installation eines dieser Werkzeuge betreibt, muss damit rechnen, dass die Datei am falschen Ort landet; das ist der erste Punkt, der nach der Installation zu prüfen ist. Der zweite Vorbehalt betrifft den Speicher: WebDAV und die selbst gehostete Web-Instanz sind Bring-your-own-Infrastruktur. Ohne einen solchen Endpunkt gibt es keine geräteübergreifende Synchronisation und keine Snapshots, und die README macht dazu keine Aussage über einen mitgelieferten Dienst. Drittens ist PromptHub ein Desktop-Werkzeug mit grafischer Oberfläche. Wer Prompts und Skills ausschließlich aus CI-Pipelines oder aus einem Container heraus versionieren will, ist mit einem Repository plus Symlinks oder einem dotfiles-Manager besser bedient, weil dort die Versionierung im selben System liegt wie der restliche Code.

Alternative: Git plus Symlinks

Der naheliegende Vergleich ist ein Git-Repository mit den Prompt- und Skill-Dateien, das per Symlink oder Kopierskript in die Verzeichnisse der einzelnen Werkzeuge verteilt wird. Der Unterschied liegt nicht im Funktionsumfang, sondern im Datenmodell. Bei Git ist die Versionierung selbst das Speicherformat: Jede Änderung ist ein Commit mit Diff, Autor und Zeitstempel, Verzweigungen und Zusammenführen sind eingebaut, und die Verteilung ist ein Skript, das jeder lesen und ändern kann. PromptHub bietet eine Versionshistorie für Prompts und eine grafische Oberfläche, in der sich Skills ohne Kommandozeile installieren lassen, und es speichert in SQLite. Der Vorteil liegt im Bedienkomfort für Menschen, die nicht täglich mit Git arbeiten; der Preis ist, dass die Historie nicht ohne PromptHub lesbar ist und die Verteilung an die Pfadkenntnis der Anwendung gebunden bleibt. Wer ohnehin in Git arbeitet und die Zielpfade kennt, gewinnt durch den Wechsel wenig.

Wartung, Updates und Lizenz

Die Update-Kosten sind überschaubar, solange man auf dem stabilen Kanal bleibt: neue Release herunterladen, installieren, fertig. Der Aufwand entsteht an zwei anderen Stellen. Erstens müssen die Pfade der Zielwerkzeuge nach deren Updates überprüft werden, weil PromptHub die Verteilung übernimmt und ein falscher Pfad still fehlschlägt. Zweitens verlangt die Synchronisation einen laufenden WebDAV- oder Web-Endpunkt; fällt der aus, ist die Historie auf dem jeweiligen Gerät die letzte verlässliche Quelle. Zur Lizenz: PromptHub steht unter AGPL-3.0. Das ist eine starke Copyleft-Lizenz mit einer ausdrücklichen Netzwerkklausel. Wer die Software unverändert lokal nutzt, hat damit in der Regel keine Berührungspunkte. Wer jedoch eine geänderte Fassung betreibt und anderen über ein Netzwerk zugänglich macht, muss die Nutzer über den Quellcode informieren. Für eine intern genutzte Desktop-Installation ist das selten ein Thema, für einen gehosteten Dienst auf Basis des Codes dagegen schon. Das ist keine Rechtsberatung, sondern nur der Hinweis, dass die Netzwerkklausel bei einer selbst gehosteten Web-Variante zu prüfen ist.

Redaktionelles Fazit

Sinnvoll ist PromptHub für Einzelentwickler und kleine Teams, die dieselben Prompts und SKILL.md-Dateien in mehreren Coding-Assistenten parallel nutzen und dafür keine Ordnerkopien pflegen wollen. Wer eine zentrale, servergestützte Plattform für ein großes Team braucht oder die verteilten Clients nicht selbst installieren kann, sollte einen anderen Weg wählen. Vor der Übernahme zu prüfen sind der Zielpfad, den der Installer für einen Skill schreibt, und ob der eigene WebDAV-Server die verwendeten Methoden unterstützt; die stabile Version v0.5.9 ist dafür der richtige Ausgangspunkt, nicht die Beta-Reihe v0.6.0.

Offizielle Quellen

  1. legeling/PromptHub on GitHub
  2. License: AGPL-3.0
  3. Project website
  4. README
  5. Releases
Community-Notizen

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