Modell / Datensatz
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simonlin1212/Vibe-Research

Vibe-Research: ein lokales Research-Tool für A-, US- und HK-Aktien, das die Inferenz beim eigenen Agenten lässt

Vibe-Research: Your Personal Trading Research Agent · A股/美股/港股 的个人投研 Agent:每日复盘、资讯雷达、个股数据、板块中心、我的持仓、研究记录、回测。Vibe-Research 把数据和功能配齐,由你自己的 Agent 驱动投资研究。基于开源的 Codex Harness 打造。

2.492 Sterne507 ForksTypeScriptMIT

Auf einen Blick

Was ist das?
Vibe-Research verbindet ein React-Frontend mit einer Python-Datenebene und einem Codex-Harness als Agentenlaufzeit. Der Agent ist standardmäßig aus, die Recherche läuft lokal, und jede Zahl im Bericht soll über evidence.json und calculations.json nachvollziehbar bleiben.
Für wen ist es gedacht?
Wer A-, US- oder HK-Aktien regelmäßig mit nachprüfbaren Quellen aufbereiten will und bereits ein Codex-, Claude-Code- oder WorkBuddy-Abo besitzt, findet hier eine schlanke, MIT-lizenzierte Basis. Wer eine fertige Desktop-App, eine gehostete Lösung oder garantiert reproduzierbare Backtest-Ergebnisse braucht, sollte warten.
Darf ich es kommerziell nutzen?
Ja. MIT ist eine freizügige Lizenz: Sie dürfen darauf aufbauende Software nutzen, verändern und verkaufen, solange Sie die Urheberrechts- und Lizenzhinweise beibehalten.
Wird es noch gepflegt?
Ja. Die letzten Commits kamen vor 4 Tagen.
In welcher Sprache ist es geschrieben?
Hauptsächlich TypeScript, laut der Sprachstatistik von GitHub.

Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.

TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE

Welches Problem der lokale Workbench löst

Ein einzelner Privatanleger, der A-, US- und HK-Aktien beobachtet, hat selten ein Datenproblem, sondern ein Nachvollziehbarkeitsproblem. Kennzahlen landen in Tabellen, Quellen verschwinden, und nach zwei Wochen weiß niemand mehr, aus welchem Dokument eine Zahl stammt. Vibe-Research setzt genau dort an. Das Projekt bezeichnet sich selbst als lokalen Finanz-Research-Workbench und liefert die Daten- und Funktionsschicht mit, während die Inferenz von einem selbst gewählten Modell kommt. Der Agent ist laut README standardmäßig aus und wird über einen Schalter oben links aktiviert. Das ist eine bewusste Umkehr der üblichen Reihenfolge: erst Chat, dann Werkzeuge.

Die Zielgruppe ist eng umrissen. Wer bereits ein Codex-, Claude-Code- oder WorkBuddy-Abonnement besitzt, muss keine zweite Rechnung aufmachen. Wer nur gelegentlich nachschlägt, übersetzt oder ein Dokument einordnen will, bleibt im normalen Dialogmodus und braucht den Agenten nie. Die Funktionen sind auf sechs Bereiche verteilt: Tagesrückblick, Nachrichtenradar, Branchensignale, Sektorenzentrum, Einzelaktienrecherche und Research-Archiv, dazu Backtest, Bull-Bear-Debatte sowie Watchlist und Depot. Das ist ein Zuschnitt für Einzelnutzer, nicht für Teams.

Datenfluss: Codex Harness, MCP-Werkzeuge und die vier Prüfdateien

Der Agent läuft nicht im Browser. Er läuft auf demselben Rechner und wird von einer der drei Laufzeiten getragen: dem OpenAI Codex Harness, dem lokal installierten Claude Code Agent oder der CodeBuddy Code CLI von Tencent. Vibe-Research legt darüber eine eigene Schicht aus Finanzdaten, Research-SOP, deterministischen Berechnungen, Evidenzprüfung und Compliance-Grenzen. Im Recherchemodus werden die eingebauten Werkzeuge der jeweiligen Laufzeit abgeschaltet; offen bleiben nur fünf kontrollierte MCP-Werkzeuge des Projekts. Das README hält ausdrücklich fest, dass nicht heimlich auf Codex umgeschaltet wird.

Interessanter als die Werkzeugliste ist die Ausgabe. Eine abgeschlossene sechsstufige A-Aktien-Recherche erzeugt sechs Dateien. `report.md` enthält den Bericht. `evidence.json` hält pro Beleg die Quelle, den Datenzeitraum und das Originalzitat. `calculations.json` dokumentiert für abgeleitete Zahlen die Eingaben, die Funktion und den Berechnungsgraphen. `conflicts.json` sammelt Widersprüche zwischen Quellen, statt sie stillschweigend aufzulösen. `manifest.json` protokolliert Modell, Version, Phase, Status, Materialabruf und Laufzeitliste. `viewer.html` macht Belege und Bericht im Browser lesbar. Fehlt eine kritische Zahl, wechselt der Status auf `incomplete` oder `failed`; alte Werte oder Schätzungen werden laut Dokumentation nicht eingesetzt. Das ist die eigentliche Designentscheidung des Projekts, und sie ist teuer erkauft: ein Lauf ohne vollständige Daten liefert kein Ergebnis.

Installation über setup und start, ohne globales Codex

Das Projekt liefert zwei Skripte, die den gesamten Start abdecken. Unter Windows lauten die Befehle:

git clone https://github.com/simonlin1212/Vibe-Research.git vibe-research-agent cd vibe-research-agent scripts\setup-windows.cmd scripts\start.cmd

Unter macOS und Linux entsprechend `scripts/setup` und `scripts/start`. Das Setup legt eine `.venv` an, installiert die Agent-Engine und die Node- sowie Python-Abhängigkeiten, initialisiert die privaten Produktverzeichnisse und führt einen Gesundheitstest aus. Der Start prüft Installationszustand und Port, fährt beide Seiten hoch und öffnet erst dann `http://127.0.0.1:5930`. Ein global installiertes Codex ist nicht nötig, und es müssen auch nicht zwei Terminals offen bleiben.

Die Umgebungsanforderungen sind konkret: Node.js ab 22.18 (empfohlen 24 LTS), Python ab 3.11 (verifiziert mit 3.12), Windows 11, macOS oder Linux, wobei Windows nativ ohne WSL läuft. Ein Stolperstein ist im README ausdrücklich benannt: Node muss mit TypeScript-Unterstützung gebaut sein. Der Test lautet `node -p process.features.typescript` und muss `strip` oder `transform` ausgeben. Distribution-Pakete, die diese Option beim Kompilieren abgeschaltet haben, scheitern mit `ERR_UNKNOWN_FILE_EXTENSION ".ts"` oder `ERR_NO_TYPESCRIPT`. `npm test` prüft das vorab und gibt denselben Hinweis. Wer aus einer Quellkopie aktualisiert, soll zuerst die eigenen Daten sichern und dann das Setup ausführen, statt neu zu klonen. Der Pfad `~/.vibe-research-desktop` darf nicht gelöscht und nicht ins Repository eingecheckt werden.

Der Agent ist aus, und das ist keine Kleinigkeit

Die Standardeinstellung ist ungewöhnlich und verdient Beachtung. Ohne aktiven Agenten bleibt der Dialog ein Dialog: Verlauf wird gespeichert, aber es laufen keine Werkzeuge, es gibt kein Aufgaben-Gedächtnis, keine Evidenzkette, keinen Bericht. Der Modus eignet sich für Übersetzungen, kurze Rückfragen und das Auffinden von Material. Erst mit dem Schalter oben links, der mit der Einstellungsseite synchron ist, kommen Kontext, Werkzeugaufrufe, Fehlerbehandlung und die Speicherung des Rechercheverlaufs hinzu.

Diese Trennung hat Folgen für die Erwartungshaltung. Ein Nutzer, der eine Frage stellt und keine Antwort mit Werkzeugprotokoll erhält, hat nicht einen Fehler gefunden, sondern den Normalzustand. Umgekehrt gilt: Hintergrundrecherche startet laut README erst nach einer Bestätigung, und die Antwort zeigt die tatsächlich verwendeten Werkzeuge. Das ist nützlich, weil es die häufigste Fehlannahme bei Agentenoberflächen untergräbt, nämlich dass ein Tippen im Chatfeld bereits eine Analyse auslöst.

Wo das Werkzeug an seine Grenzen stößt

Die sechsstufige Recherche ist auf A-Aktien zugeschnitten. Für US- und HK-Titel deckt das Projekt laut Funktionsliste die Code-Erkennung, lokale Speicherung und Kursaktualisierung ab, nicht aber dieselbe Phasenpipeline. Wer schwerpunktmäßig amerikanische Titel analysiert, bekommt ein Depotverwaltungs- und Nachrichtenwerkzeug, nicht den vollständigen Rechercheablauf.

Der Backtest ist ebenfalls enger, als der Name vermuten lässt. Er hat nur einen Eingang: den Agentendialog. Fehlen Angaben, fragt das System nach; erst wenn die Parameter vollständig sind, wird ein echtes Backtest-Werkzeug aufgerufen. Es gibt keine Formularmaske, in der man Parameter direkt eingibt, und keinen Weg, den Backtest ohne Agenten zu starten. Wer schnelle Parameterstudien braucht, ist hier falsch.

Ein dritter Punkt betrifft die Datenqualität selbst. Das Projekt kann Widersprüche zwischen Quellen in `conflicts.json` festhalten und Läufe ohne kritische Zahlen als `incomplete` markieren. Es kann aber nicht dafür sorgen, dass die externen Quellen, aus denen die Daten stammen, korrekt sind. Die Sorgfalt endet an der Grenze der eigenen Belege. Wer eine Zahl im Bericht sieht, muss weiterhin auf die Quelle in `evidence.json` schauen, und das ist Arbeit, die das Tool nicht abnimmt.

Schließlich die Plattformlage. Die Mac-Client-Hülle wurde in der aktuellen Quellversion zurückgenommen; es gibt nur Quellcode plus lokalen Browser-Workbench. Wer eine installierbare Anwendung sucht, muss auf die v1.1.0-Release zurückgreifen, die als historische Version erhalten bleibt. Daten aus dem alten Mac-Client wandern nicht automatisch in den Quell-Workbench.

Was Vibe-Research von OpenBB und ähnlichen Ansätzen unterscheidet

Die naheliegende Alternative ist OpenBB, ein ebenfalls quelloffenes Finanzterminal. Der Unterschied liegt weniger im Funktionsumfang als im Ort der Intelligenz. OpenBB ist im Kern eine Daten- und Darstellungsschicht mit eigener Oberfläche; die Analysewerkzeuge sind fest eingebaut, und die Erweiterung läuft über Provider und Erweiterungen. Vibe-Research dreht das um: Daten und Funktionen sind mitgeliefert, aber die Analyse führt ein Modell aus, das der Nutzer selbst anbindet und dessen Abrechnung er bereits bezahlt.

Daraus folgen zwei praktische Konsequenzen. Erstens hängt die Qualität der Ergebnisse an der Qualität des angeschlossenen Modells, nicht am Projekt. Dasselbe Projekt kann mit einem Abonnement brauchbare und mit einem schwächeren API-Zugang deutlich schlechtere Berichte liefern. Zweitens ist die Nachvollziehbarkeit anders konstruiert. OpenBB liefert Daten und lässt die Interpretation dem Nutzer; Vibe-Research liefert eine Interpretation und legt die Belege daneben. Wer die Interpretation selbst machen will, hat mit OpenBB weniger Reibung. Wer eine erste Ausarbeitung mit Quellenverweisen braucht, spart mit Vibe-Research Zeit.

Wartung, Lizenz und was vor dem Einsatz zu klären ist

Das Projekt steht unter MIT-Lizenz. Das erlaubt kommerzielle Nutzung und Modifikation, verlangt aber die Beibehaltung des Lizenz- und Urheberrechtshinweises. Für abgeleitete Werke ist das unkritisch; wer den Code in ein eigenes Produkt einbettet, sollte den Hinweis sichtbar lassen. Das ist eine technische Einordnung, keine Rechtsberatung.

Der Wartungsaufwand liegt beim Nutzer. Die Agent-Engine wird mit den Abhängigkeiten installiert und ist im Entwicklungszweig auf 0.153.4 festgelegt und lokal verifiziert. Ein Update des Repositories bedeutet daher in der Regel auch ein Update der Engine, und die Anforderungen an Node und Python können sich mit ihr verschieben. Die Release-Historie zeigt, wie kleinteilig das sein kann: v1.0.3 korrigierte unter anderem die Node-Laufzeitanforderung und die Materialrückgewinnung, v1.0.4 behob einen Fehler, bei dem mit globaler MCP-Konfiguration Dialog und "Testen und Speichern" vollständig ausfielen. Solche Fixes deuten auf eine bewegliche Oberfläche zwischen Modell-CLI, MCP-Konfiguration und Anwendung hin.

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Datenhoheit. Die Screenshots wurden laut Projekt in einem leeren, nicht verbundenen Arbeitsbereich erstellt, ohne private Positionen, Research-Dateien oder Zugangsdaten. Das ist ein Hinweis darauf, wie das Projekt Privatsphäre versteht: lokal gespeichert, aber nicht notwendigerweise lokal verarbeitet. Beim Import von Depotdaten aus Screenshots oder Tabellen entsteht zunächst nur ein Entwurf. Der ausgewählte Bild- oder Tabelleninhalt wird an die aktuelle KI-Quelle gesendet, und die temporäre Datei wird nach Erfolg, Fehler oder Abbruch gelöscht. Das Löschen betrifft ausschließlich die lokale Zwischendatei, nicht die Kopien beim Modellanbieter. Wer sensible Positionen einliest, sollte das vor dem Absenden wissen.

Redaktionelles Fazit

Wer A-, US- oder HK-Aktien regelmäßig mit nachprüfbaren Quellen aufbereiten will und bereits ein Codex-, Claude-Code- oder WorkBuddy-Abo besitzt, findet hier eine schlanke, MIT-lizenzierte Basis. Wer eine fertige Desktop-App, eine gehostete Lösung oder garantiert reproduzierbare Backtest-Ergebnisse braucht, sollte warten. Vor dem ersten Einsatz zu prüfen: ob die eigene Node-Installation `node -p process.features.typescript` mit `strip` oder `transform` beantwortet, und ob der lokale Port 5930 frei ist.

Offizielle Quellen

  1. License: MIT
  2. Project website
  3. README
  4. Releases
  5. simonlin1212/Vibe-Research on GitHub
Community-Notizen

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