no-cost-ai: eine kuratierte Linkliste für kostenlose KI-Zugänge
80+ free AI services for chat, image, video, voice & APIs (may sometimes include access to lead gen ai models for free)
Auf einen Blick
- Was ist das?
- Das Repository zebbern/no-cost-ai sammelt über 80 kostenlose KI-Dienste in Tabellen, getrennt nach Anmeldung und Limits. Es ist kein Werkzeug, sondern eine gepflegte Referenzliste, deren Wert an der Aktualität ihrer Einträge hängt.
- Für wen ist es gedacht?
- Wer schnell einen kostenlosen Chat-, Bild- oder TTS-Zugang sucht und die Bedingungen selbst prüfen kann, findet hier eine brauchbare Startliste. Wer stabile API-Kontingente für den Produktivbetrieb braucht, sollte nicht darauf bauen, weil die Einträge auf fremde Dienste verweisen und sich ohne Ankündigung ändern können.
- Darf ich es kommerziell nutzen?
- Ja. MIT ist eine freizügige Lizenz: Sie dürfen darauf aufbauende Software nutzen, verändern und verkaufen, solange Sie die Urheberrechts- und Lizenzhinweise beibehalten.
- Wird es noch gepflegt?
- Ja. Die letzten Commits kamen vor 8 Tagen.
- In welcher Sprache ist es geschrieben?
- GitHub gibt für dieses Repository keine Hauptsprache an.
Die Antworten beruhen auf den GitHub-Daten des Projekts (zuletzt abgeglichen am 15. September 2026) und auf unserer Analyse. Sie sind keine Rechtsberatung.
TIEFGEHENDE OPEN-SOURCE-ANALYSE
Ein Verzeichnis, kein Werkzeug
Das Repository enthält nach eigener Beschreibung über 80 kostenlose KI-Dienste für Chat, Bild, Video, Sprache und APIs. Der README macht sofort klar, was das Projekt ist: eine Sammlung von Tabellen mit Links, Modellnamen und Kontingentangaben. Es gibt keine Installationsanleitung, keine Konfigurationsdatei, keinen ausführbaren Code. Die einzige ausgelieferte Oberfläche ist eine Webseite unter nocostai.vercel.app, die laut Untertitel Bild-, Video- und Chat-Generierung ohne Anmeldung verspricht. Der Nutzen liegt damit nicht in Software, sondern in der Vorauswahl. Wer zum ersten Mal nach kostenlosen Modellzugängen sucht, stößt auf Dutzende Anbieter mit unterschiedlichen Kontingenten, Anmeldehürden und Modellversionen. Die Liste bündelt diese Angaben an einer Stelle. Das ist ein redaktionelles Produkt, kein technisches.
Die Zweiteilung nach Anmeldehürde
Die zentrale Struktur des README ist die Trennung in No Signup Required und Signup Required. Im ersten Block stehen laut den Tabellen 21 Chat-Links, 5 Medien-Links, 3 Sprach-Links und 4 API-Links. Im zweiten Block sind es 13 Chat-Links, 12 Medien-Links, 4 Sprach-Links, 2 KI-IDEs und 17 API-Links. Diese Aufteilung ist praktischer als eine alphabetische Liste, weil die Anmeldehürde in der Praxis das erste Ausschlusskriterium ist. Wer einen Dienst nur kurz ausprobieren will, filtert den zweiten Block sofort weg. Auffällig ist die Schieflage bei den APIs: 17 der 21 API-Einträge verlangen eine Registrierung, nur 4 nicht. Das deckt sich mit der Erfahrung, dass dauerhaft nutzbare Programmschnittstellen fast immer an ein Konto gebunden sind. Die Liste macht diese Verteilung sichtbar, ohne sie zu kommentieren.
Was in den Spalten wirklich steht
Jede Tabelle folgt dem Schema Link, Free Models, Limits. Die Spalte Limits ist der informativste Teil und zugleich der unzuverlässigste. Bei lmarena.ai etwa steht Unlimited, bei grok.com drei Nachrichten alle zwei Stunden, bei groq.com 30 Anfragen pro Minute und 40 000 Token pro Minute. Diese Werte sind Momentaufnahmen. Ein Eintrag wie sharedchat.cn wird mit Unlimited but may be hard to get a responce as many others use it aswell but it really does work beschrieben. Das ist eine ehrliche Einschränkung, aber sie zeigt auch die Grenze des Formats: Die Liste kann nicht messen, wie zuverlässig ein Dienst unter Last antwortet. Die Spalte Free Models nennt teils konkrete Modellnamen wie gpt-4o, o3, o4-mini, deepseek-r1-pro oder gemini-2.5-flash, teils vage Angaben wie Multiple models oder Unknown. Bei theoldllm.vercel.app stehen in beiden Spalten Unknown. Solche Einträge tragen wenig Information, bleiben aber in der Tabelle.
Der API-Abschnitt und seine Unschärfe
Für Entwickler ist der Abschnitt Developer APIs & Platforms der relevanteste. Dort finden sich uncloseai.com mit Hermes AI, Qwen 3 Coder und TTS Speech, laut Tabelle unbegrenzt und mit OpenAI-kompatibler API, dazu ollama.com für lokalen oder Cloud-Betrieb und g4f.dev, das laut README eine API-Key-Seite besitzt. Der Eintrag zu g4f.dev listet Anbieter wie qroq, ollama, pollinations.ai, nvidia, grok und gemini sowie gpt-oss-120b. Was fehlt, ist das Entscheidende: kein Eintrag nennt Rate-Limit-Header, keine Angabe zu Aufbewahrung von Anfragedaten, keine Auskunft darüber, ob ein Dienst kommerzielle Nutzung erlaubt. Wer eine dieser APIs in eine Anwendung einbinden will, muss diese Fragen beim Anbieter selbst klären. Die Liste liefert den Einstiegspunkt, nicht die Vertragsgrundlage.
Grenzen des Formats
Eine Linkliste altert mit der Geschwindigkeit der Dienste, auf die sie verweist. Kontingente werden gesenkt, Modelle abgeschaltet, Anmeldepflichten nachträglich eingeführt. Das README enthält keine Datumsangaben pro Eintrag, sodass nicht erkennbar ist, wann eine Zeile zuletzt geprüft wurde. Bei einem Eintrag wie yupp.ai, der unbegrenzte Nutzung nennt, solange Credits durch Feedback verdient werden, beschreibt die Liste ein Modell, das sich jederzeit ändern kann. Ein weiteres Problem ist die Heterogenität der Spalte Limits: Sie mischt Nachrichten pro Tag, Token-Obergrenzen, Suchanfragen und vage Formulierungen wie Allow Alot of requests. Das lässt sich nicht sinnvoll vergleichen oder sortieren. Wer die Liste als Entscheidungsgrundlage für ein Projekt nutzt, sollte die Angaben als Hinweis behandeln, nicht als Zusage. Für einen Produktivbetrieb ist das Format grundsätzlich ungeeignet, weil es keine Verfügbarkeitsgarantie abbilden kann.
Der Vergleich mit free-llm-api-resources
Ein naheliegender Vergleich ist das Repository cheahjs/free-llm-api-resources, das sich ausschließlich auf kostenlose API-Kontingente konzentriert und diese nach Anbieter gliedert. Der Unterschied liegt im Zuschnitt. no-cost-ai deckt auch Chat-Oberflächen, Bildgeneratoren, Videowerkzeuge und TTS-Dienste ab und richtet sich damit an ein breiteres Publikum, das teilweise gar nicht programmiert. free-llm-api-resources bleibt enger, ist dafür für Entwickler präziser, weil es nur APIs listet und deren Limits direkt beim Anbieter dokumentiert. Wer eine API sucht, findet dort eher die benötigte Information. Wer dagegen wissen will, wo ein Bild ohne Wasserzeichen entsteht oder welcher Chatbot ohne Konto funktioniert, wird in no-cost-ai fündig. Die beiden Projekte konkurrieren nicht, sie überlappen nur im API-Bereich, wo no-cost-ai die schwächere Tiefe hat.
Lizenz, Wartung und Beitrag
Das Repository steht unter der MIT-Lizenz. Das betrifft den Inhalt der Liste, nicht die verlinkten Dienste. Wer Einträge übernimmt, darf das unter den Bedingungen der MIT-Lizenz tun, muss aber beachten, dass die verlinkten Anbieter eigene Nutzungsbedingungen haben, die von der Lizenz des Repositories nicht berührt werden. Zur Wartung gibt das Material wenig her: Der letzte Push datiert auf den 7. September 2026, Releases wurden nicht abgerufen. Das README lädt ausdrücklich zu Beiträgen ein und nennt einen Contributing-Abschnitt, dessen Inhalt im vorliegenden Auszug jedoch nicht sichtbar ist. Ob es Regeln für Aufnahme oder Streichung von Einträgen gibt, lässt sich daraus nicht ableiten. Wer einen Eintrag melden will, findet im Material keine benannte Prüfroutine, nur den Hinweis, dass Beiträge willkommen sind.
Für wen sich der Blick lohnt
Die Liste ist dann nützlich, wenn jemand kurzfristig einen kostenlosen Zugang zu einem bestimmten Modelltyp braucht und bereit ist, die Bedingungen selbst zu prüfen. Sie ist ebenso nützlich als Ausgangspunkt für eine eigene Recherche, weil sie Anbieternamen liefert, die man sonst nicht finden würde. Sie ist die falsche Grundlage für alles, was länger als ein Experiment halten soll. Wer eine Anwendung mit festen Kosten plant, braucht einen Anbieter mit Vertrag und dokumentierten Limits, nicht einen Eintrag in einer Tabelle. Auch für den Vergleich von Modellqualität ist die Liste ungeeignet: Sie verweist zwar auf Leaderboards wie lmarena.ai, alpaca_eval, den Open LLM Leaderboard, MTEB, artificialanalysis.ai und yupp.ai, zieht daraus aber keine eigenen Schlüsse. Diese Verweise sind der ehrlichste Teil des README, weil sie die Bewertung an spezialisierte Stellen abgeben.
Redaktionelles Fazit
Wer schnell einen kostenlosen Chat-, Bild- oder TTS-Zugang sucht und die Bedingungen selbst prüfen kann, findet hier eine brauchbare Startliste. Wer stabile API-Kontingente für den Produktivbetrieb braucht, sollte nicht darauf bauen, weil die Einträge auf fremde Dienste verweisen und sich ohne Ankündigung ändern können. Vor jeder Nutzung sind zwei Dinge zu prüfen: ob der jeweilige Dienst in seiner eigenen Dokumentation noch die angegebene kostenlose Nutzung nennt, und ob das Repository seit dem letzten Push am 7. September 2026 neue Commits erhalten hat.
Community-Notizen